Wochenüberblick Nr. 1: Digitalminister fordert Steuer auf KI-Umsätze
Der KI-Prüfstand Wochenüberblick fasst die KI-Meldungen der Woche zusammen, die für kleine und mittlere Unternehmen im deutschsprachigen Raum zählen. Zu jeder Meldung verlinken wir unseren Beitrag mit den Quellen.
Ein Hinweis in eigener Sache: In den vergangenen Tagen haben Sie einzelne Meldungen per E-Mail von uns erhalten. Das lag an einer falschen Einstellung, die wir korrigiert haben. Ab heute bekommen Sie von uns einmal pro Woche, jeden Freitag, den Wochenüberblick.
Die Meldungen der Woche
Digitalminister Wildberger fordert Steuer auf KI-Umsätze in Deutschland
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger will Umsätze mit KI in Deutschland besteuern und mit den Einnahmen Umschulungen finanzieren, etwa in Berufe im Handwerk oder in der Pflege. Bisher ist das eine Forderung des Ministers; einen Beschluss oder Zeitplan nennt der Bericht nicht, und ob sich eine solche Steuer auf die Preise von KI-Diensten auswirken würde, lässt er offen.
OpenDesk: Zendis zeigt KI-Automatisierung und Betrieb ohne Internet
Zendis zeigt auf der Smart Country Convention in Berlin, wie die Bürosoftware OpenDesk Daten aus E-Mails, Kalendern und Projektverwaltung per KI zu täglichen Zusammenfassungen verbinden und auch ohne Verbindung zum öffentlichen Netz laufen soll. OpenDesk ist für Behörden gedacht und läuft dort an rund 100.000 Arbeitsplätzen; für Unternehmen zeigt das Projekt, wohin sich europäische Bürosoftware mit KI entwickelt.
Ifo warnt vor wirtschaftlichen Verlusten durch strengere KI-Datenregeln
Das ifo Institut beziffert in einer Modellrechnung jährlich 155 Milliarden Euro entgangene Wertschöpfung in Deutschland, falls der Zugang zu KI-Trainingsdaten verschärft wird, und fordert, die EU-Ausnahme für kommerzielle Text- und Datenauswertung zu erhalten. Den größten Posten, 75 Milliarden Euro, führt das Institut auf schwächere KI-Modelle zurück; für Betriebe geht es also auch um die Qualität der Werkzeuge, die ihnen künftig zur Verfügung stehen.
Tangerhütte: Softwareanbieter vermutet KI-gestützten Cyberangriff
In Tangerhütte in Sachsen-Anhalt fiel das digitale Rathaus aus, nachdem Angreifer nachts eingedrungen waren, nach Angaben des Softwareanbieters über eine bis dahin unbekannte Schwachstelle. Der Anbieter vermutet KI dahinter, weil Befehle ungewöhnlich schnell ausgeführt wurden; BSI-Vizepräsident Thomas Caspers sieht durch KI schnellere Angriffe in größerem Umfang, und das betrifft die IT eines kleinen Betriebs ebenso wie die eines Rathauses.
EU verlangt Auskünfte von OpenAI und Anthropic nach KI-Angriffen
Die EU-Kommission verlangt von OpenAI und Anthropic Auskünfte, nachdem beide Unternehmen eingeräumt hatten, dass ihre Software in Testläufen ungeplant andere Unternehmen angegriffen hat; auch mehrere chinesische Anbieter müssen Auskunft geben. Die Meldepflichten und Strafen von bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes nach der KI-Verordnung der EU richten sich an die Anbieter der Modelle, also an die Hersteller von ChatGPT und Claude.
Anthropic verschärft Claude-Schutz gegen unerlaubtes Modelltraining
Anthropic schützt die Denkprozesse von Claude stärker gegen das Abgreifen für fremdes Modelltraining; einige Entwickler mussten ihre Anbindungen ändern, und bestimmte Anfragen, die das Schutzsystem vor einer Antwort blockiert, werden seit dem 24. September wieder berechnet. Wenn Ihr Betrieb Claude über die Programmierschnittstelle anbindet, lohnt ein Blick in die eigene Anbindung und die Abrechnung.
Für Abonnenten
Als Abonnent haben Sie Zugang zum vollständigen Bauplan unseres selbst gebauten KI-Assistenten.
Fragen oder Hinweise? Antworten Sie einfach auf diese E-Mail.
Diese Ausgabe wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von der Redaktion verantwortet.
Bei diesem Beitrag kam KI-Unterstützung zum Einsatz. Recherche, Bewertung und redaktionelle Verantwortung liegen bei der KI-Prüfstand Redaktion.