EU startet Plattform für europäische Chipentwickler
Die EU hat eine Plattform zur Unterstützung europäischer Chipentwickler gestartet. Das Vorhaben soll jungen Unternehmen und Mittelständlern helfen, ihre Entwürfe in Halbleiter umzusetzen und hohe Einstiegshürden bei der Entwicklung zu überwinden.
Die europäische Plattform für Chipentwicklung soll Investitionen von 525 Millionen Euro mobilisieren, teilte die Europäische Kommission mit. Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie, gab am 4. November 2026 den Startschuss. Das Projekt gehört zu den zentralen Initiativen des europäischen Chipgesetzes. Es richtet sich an Unternehmen, die Halbleiter entwerfen.
Zugang zu Werkzeugen und Fertigung
Die europäische Plattform für Chipentwicklung vermittelt Zugang zu Entwicklungswerkzeugen, unterstützenden Dienstleistungen und vorgefertigten Entwurfsbausteinen, also wiederverwendbaren Schaltungsbausteinen, sowie zu Fertigungskapazitäten. Diese Ressourcen gehören laut EU-Kommission für Unternehmen in der Frühphase häufig zu den teuersten und am schwersten zugänglichen Voraussetzungen. Die Kommission bezeichnet den Chipentwurf als zentrale Stufe der Halbleiter-Wertschöpfungskette, also der Abfolge der Schritte vom Chipentwurf bis zur Fertigung, in der ein großer Teil der Brancheninnovationen entsteht.
Neue europäische Fertigungskapazitäten sind nach Einschätzung der EU-Kommission nur bei ausreichender Nachfrage dauerhaft tragfähig. Ein erheblicher Teil dieser Nachfrage müsse von europäischen Entwicklern kommen. Europäische Chipdesign-Unternehmen erzielen derzeit weniger als 1 Prozent der weltweiten Umsätze in diesem Segment.
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