Tangerhütte: Softwareanbieter vermutet KI-gestützten Cyberangriff
Die Gemeinde Tangerhütte in Sachsen-Anhalt ist offenbar Opfer eines KI-gestützten Cyberangriffs geworden. Der betroffene Softwareanbieter vermutet künstliche Intelligenz hinter dem unbefugten Zugriff. Auch mehrere IT-Experten teilen diese Einschätzung nach Angaben des MDR.
Über den Vorfall berichtete Golem am 13. Oktober 2026 unter Berufung auf den MDR. Betroffen war Software von Innocon beim kommunalen IT-Dienstleister KID, der Systeme für die Gemeinde betreibt. Laut Innocon-Geschäftsführer Hagen Woecht begann der Angriff nachts. Morgens entdeckte ein IT-Mitarbeiter Unregelmäßigkeiten, isolierte den Server und trennte ihn vom Internet. Dadurch fiel das digitale Rathaus aus.
Schnelle Kommandos und veränderter Angriffscode
Woecht führt den Zugriff auf eine Zero-Day-Lücke zurück, also eine dem Entwickler zuvor unbekannte Schwachstelle. Die ungewöhnlich schnelle Ausführung von Kommandos spreche aus seiner Sicht für maschinelles Vorgehen. Außerdem hätten die Angreifer ihren Angriffscode während der Attacke weiterentwickelt. Marc-Oliver Pahl, Professor für Cybersicherheit an der französischen Hochschule IMT Atlantique, hält komplexe, rasch aufeinanderfolgende Aktionen ebenfalls für einen KI-Hinweis.
Thomas Caspers, Vizepräsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), erklärte gegenüber dem MDR, KI ermögliche schnellere Angriffe in größerem Umfang. KI-Systeme könnten Schwachstellen rasch erkennen und passende Angriffe entwickeln. Aus seiner Sicht verändert künstliche Intelligenz die Cybersicherheitslage grundlegend. Dies erfordere neue Maßstäbe für die Reaktionsgeschwindigkeit.
Vier weitere Rathäuser vorsorglich abgeschaltet
Innocon informierte weitere Kunden, woraufhin vier ihre digitalen Rathäuser vorsichtshalber abschalteten. In anderen Kommunen lagen laut Woecht keine Hinweise auf Angriffe vor. Nach seiner Einschätzung kompromittierten die Angreifer lediglich Testkonten und erbeuteten keine echten Daten. Ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) bestätigte polizeiliche Ermittlungen wegen des Ausspähens von Daten.
Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.