Irland führt Europa bei der KI-Nutzung in Unternehmen an
In Irland nutzen inzwischen 65 Prozent der Unternehmen künstliche Intelligenz. Das ist laut einer von Amazon Web Services beauftragten Untersuchung der höchste Anteil in Europa. Allerdings setzt nur eine Minderheit KI bereits in zentralen Geschäftsprozessen und bei Entscheidungen ein.
Die Nutzungsquote stieg binnen eines Jahres von 45 auf 65 Prozent. Das entspricht einem Wachstum von 44 Prozent. Im vergangenen Jahr führten täglich mehr als 160 irische Unternehmen erstmals KI ein. Damit liegt Irland laut dem am 13. September 2026 veröffentlichten Bericht von Amazon Web Services vor dem europäischen Durchschnitt von 54 Prozent und knapp vor Großbritannien mit 64 Prozent. Die unabhängige Beratung Strand Partners führte die von AWS beauftragte Untersuchung durch.
Fortgeschrittene Nutzung bleibt selten
Viele Unternehmen verwenden KI bislang vor allem für grundlegende Aufgaben, etwa zum Zusammenfassen von Dokumenten oder zum Beantworten einfacher Anfragen mit fertigen Dialogsystemen. Nur 20 Prozent der irischen KI-Anwender haben die Technik in zentrale Geschäftsprozesse und Entscheidungen eingebunden. Im Vorjahr waren es 17 Prozent, im europäischen Durchschnitt sind es 22 Prozent.
Fortgeschrittene Anwender berichten von durchschnittlichen Effizienzgewinnen in Höhe von 66 Prozent. Bei Unternehmen mit grundlegender Nutzung sind es 38 Prozent. Würde Irland die Lücke zwischen beiden Gruppen schließen, könnte dies der Untersuchung von Strand Partners und AWS zufolge zusätzliche 10,1 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung ermöglichen. Die Bruttowertschöpfung ist ein Maß für die in einer Volkswirtschaft erbrachte wirtschaftliche Leistung.
Insgesamt melden 66 Prozent der irischen KI-Anwender Produktivitätsgewinne. 70 Prozent erwarten, dass KI ihr Unternehmenswachstum beschleunigt. Weitere 76 Prozent geben an, mithilfe der Technik schneller Neuerungen zu entwickeln.
Kleine Unternehmen außerhalb Dublins profitieren
Außerhalb Dublins berichten 63 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen von messbaren Produktivitätssteigerungen. Sie nutzen KI unter anderem, um Verwaltungsaufgaben zu automatisieren, Zahlungsströme zu verwalten und Reaktionszeiten im Kundenkontakt zu verkürzen.
Dublin und die umliegenden Grafschaften erreichen eine KI-Nutzungsquote von 74 Prozent. Im übrigen Irland sind es 58 Prozent. Der Südwesten wuchs gegenüber dem Vorjahr um 58 Prozent, der Westen um 52 Prozent und der Mittlere Westen um 48 Prozent. Damit wuchsen alle drei Regionen schneller als Dublin mit 38 Prozent.
Fehlende Kenntnisse bremsen die Einführung
Für 47 Prozent der Unternehmen erschwert der Mangel an KI- und Digitalkenntnissen die Einführung. Im Vorjahr waren es 43 Prozent. Nur 18 Prozent der Unternehmen schätzen ihre derzeitigen KI-Kenntnisse als ausgeprägt ein. Zugleich erwarten 85 Prozent, dass solche Kenntnisse in ihrer Branche innerhalb der kommenden fünf Jahre wichtig werden.
Nach Einschätzung der Unternehmen werden KI-Grundkenntnisse bei 55 Prozent der in den nächsten drei Jahren neu entstehenden Stellen erforderlich sein. Für entsprechend qualifizierte Beschäftigte würden sie im Durchschnitt einen Gehaltsaufschlag von 52 Prozent zahlen. Bezogen auf das irische mittlere Vollzeitgehalt von 44.816 Euro entspräche das rund 23.300 Euro zusätzlich pro Jahr.
Die Besetzung einer digitalen Stelle dauert durchschnittlich sieben Monate. Ein Jahr zuvor waren es fünfeinhalb Monate. 42 Prozent der Unternehmen haben Schwierigkeiten, Fachkräfte vor Ort zu gewinnen. Zugleich geben nur 34 Prozent der Bürger an, eine Schulung zu KI oder digitalen Themen erhalten zu haben.
Junge Unternehmen sehen Hürden beim Wachstum
Unter jungen Unternehmen fühlen sich 68 Prozent auf die nächste Entwicklungsstufe der KI vorbereitet. Bei kleinen und mittleren Unternehmen beträgt dieser Anteil lediglich 20 Prozent. Zugleich würden 34 Prozent der jungen Unternehmen erwägen, Europa für ihr weiteres Wachstum zu verlassen.
Als Gründe nennen diese Unternehmen vor allem eine bessere Verfügbarkeit von Finanzmitteln mit 58 Prozent, schnelleres internationales Wachstum außerhalb Europas mit 52 Prozent und einen besseren Zugang zu weltweiten Kunden mit 48 Prozent. Für einen Verbleib in Europa sprechen aus ihrer Sicht, insbesondere verlässliche politische Rahmenbedingungen sowie eine bessere Verfügbarkeit von privatem und öffentlichem Kapital.
Öffentlicher Sektor beeinflusst Entscheidungen
Die Nutzung von KI durch staatliche Stellen könnte die Einführung in der Wirtschaft beschleunigen. 81 Prozent der Unternehmen würden KI eher einsetzen, wenn der öffentliche Sektor sie in seine eigenen Systeme integriert. Für 82 Prozent spielen staatliche Zuschüsse und Steueranreize bei der Entscheidung eine wichtige Rolle.
Bei jungen Unternehmen halten 38 Prozent den Einsatz von KI im öffentlichen Sektor für entscheidend oder sehr wichtig für ihre Wachstumsmöglichkeiten. Gleichzeitig betrachten 36 Prozent der Unternehmen langsame oder komplexe öffentliche Beschaffungsverfahren als Hindernis.
Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.