Südkorea plant Zukunftsfonds aus Chip-Steuermehreinnahmen für KI und Jugendprogramme

Südkorea plant Zukunftsfonds aus Chip-Steuermehreinnahmen für KI und Jugendprogramme
Illustrationen erstellt mit KI-Bildgenerierung

Südkorea will Steuermehreinnahmen aus dem Halbleiterboom in einen neuen Zukunftsfonds lenken. Das Geld soll Jugendprogramme finanzieren und Investitionen in künstliche Intelligenz sowie andere strategische Technologien stützen.

Das südkoreanische Haushaltsministerium kündigte den geplanten Future Response Fund am 21. August an, wie Reuters berichtet. Der Fonds soll vor allem aus Steuereinnahmen gespeist werden, die einen Richtwert auf Basis des durchschnittlichen Wachstums der inländischen Steuereinnahmen der vergangenen 10 Jahre übersteigen. In starken Jahren sollen Überschüsse angesammelt werden, um sie später auch bei schwächeren Einnahmen einzusetzen.

Halbleiterboom als Geldquelle

Hintergrund sind stark gestiegene Gewinne der südkoreanischen Chipkonzerne Samsung Electronics und SK Hynix. Laut Reuters treibt der KI-Boom die Nachfrage nach Halbleitern an. Eine offizielle Größe nannte die Regierung nicht. Südkoreanische Medien bezifferten den möglichen Umfang laut Reuters auf mehr als 100 Billionen Won, umgerechnet 72,28 Milliarden US-Dollar.

Der Fonds soll Programme für Beschäftigung, Wohnen, Vermögensaufbau, Heirat und Geburten fördern. Bei den Wachstumsbranchen liegt der Schwerpunkt laut Ministerium auf KI und anderen strategischen Technologien. Zudem ist der Fonds mit einer Reform der Bildungsfinanzierung verknüpft, die mehr Mittel in Talententwicklung, Hochschulbildung und lebenslanges Lernen umlenken soll.

Gesetz mit Haushalt 2027

Präsident Lee Jae Myung hatte zusätzliche Chancen für junge Menschen zugesagt. Regierungsdaten zufolge stieg die Jugendarbeitslosigkeit im Juli auf 6,8 Prozent. Die Regierung will die zugehörige Gesetzgebung im kommenden Monat zusammen mit ihrem Haushaltsentwurf für 2027 ins Parlament einbringen.

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