Siemens und NVIDIA erproben KI für autonome Fertigung in Erlangen
Siemens hat gemeinsam mit NVIDIA entwickelte KI-Anwendungen in seinem Elektronikwerk in Erlangen vorgestellt. Die Lösungen sollen Produktionsanläufe, also das Hochfahren neuer Fertigungen, beschleunigen und die Fertigungsplanung anpassungsfähiger machen. Der Standort dient dabei als Vorbild für eine autonome, KI-gestützte Fertigung.
Die Vorstellung vom 19. Oktober 2026 umfasst einen vollständig virtuellen Produktionsanlauf. Dieser senkt laut Siemens den technischen Planungsaufwand um bis zu 85 Prozent. Die Anwendungen verbinden künstliche Intelligenz mit digitalen Zwillingen, also virtuellen Abbildern der Produktion.
Automatisierte Planung soll Kosten senken
Eine weitere Anwendung nutzt KI-Systeme für die Produktionsplanung. Diese soll laut Siemens eine flexiblere Fertigung und Kosteneinsparungen von bis zu 20 Prozent ermöglichen. Beide Unternehmen entwickeln und erproben die Anwendungen im laufenden Produktionsbetrieb. Den Bau vollständig KI-gestützter Fertigungsstandorte hatten Siemens und NVIDIA bereits im Januar 2026 auf der CES, der Technikmesse in Las Vegas, angekündigt.
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