Sensor Tower: ChatGPT fällt im Mai 2026 unter 50 Prozent Marktanteil bei KI-Chatbots

Sensor Tower: ChatGPT fällt im Mai 2026 unter 50 Prozent Marktanteil bei KI-Chatbots
Illustrationen erstellt mit KI-Bildgenerierung

ChatGPT bleibt der größte KI-Chatbot, verliert aber erstmals die absolute Mehrheit. Im Mai 2026 sank der Marktanteil unter 50 Prozent, während Gemini und Claude laut Sensor Tower deutlich zulegten. Der Wettbewerb um Standardwerkzeuge für Büroarbeit verschärft sich damit sichtbar.

Auslöser der Meldung ist ein Bericht von Sensor Tower, den Decrypt am 17. Juni 2026 zusammenfasste. Demnach fiel ChatGPT im Mai 2026 erstmals unter die Marke von 50 Prozent Marktanteil unter KI-Chatbots. Der Bericht firmiert als „State of AI 2026“ und beschreibt zugleich steigende Nutzungswerte bei Googles Gemini und Anthropics Claude. Für Unternehmen ist das relevant, weil sich genau diese Werkzeuge in Microsoft 365, Google Workspace und eigenständigen Arbeitsabläufen als tägliche Assistenten etablieren.

Gemini und Claude holen auf

Der Rückgang bei ChatGPT bedeutet laut Decrypt keinen Einbruch bei der Nutzung. Vielmehr wächst der Gesamtmarkt schneller als OpenAI. Das verschiebt die Anteile zugunsten der Konkurrenz. Besonders Gemini profitierte von der engen Verzahnung mit Google-Diensten, während Claude bei längeren Texten, Analyseaufgaben und Programmierarbeit an Sichtbarkeit gewann. Sensor Tower verweist damit auf einen Markt, in dem mehrere Anbieter parallel Reichweite aufbauen, statt dass ein einzelner Dienst den Zugang zu generativer KI dauerhaft kontrolliert.

Für den Arbeitsalltag in KMU ist diese Verschiebung vor allem deshalb relevant, weil die Auswahl an produktionsreifen Assistenten größer wird. ChatGPT bleibt zwar Referenzprodukt, doch Gemini ist in Google Workspace eingebettet und Claude wird in vielen Teams als Alternative für Textarbeit und Dokumentenauswertung getestet. Der Bericht von Sensor Tower, auf den sich Decrypt stützt, beschreibt damit keinen Nischenwettbewerb, sondern einen Verdrängungsprozess unter den meistgenutzten KI-Oberflächen.

Markt wächst schneller als OpenAI

Die zentrale Zahl ist die Unterschreitung der 50-Prozent-Schwelle im Mai 2026. Solche Marken gelten im Plattformgeschäft als Signal für eine neue Phase. OpenAI dominiert weiter, doch die Konkurrenz gewinnt schneller Nutzer hinzu. Das passt zu den jüngsten Produktzyklen der Branche: Google baut Gemini tiefer in Suche und Workspace ein, Anthropic erweitert Claude laufend für Wissensarbeit, und xAI versucht mit Grok Reichweite über bestehende Plattformen zu gewinnen. Der Wettbewerb verlagert sich damit von der reinen Modellqualität auf Distribution und Integration.

Verteilung über Büroplattformen

Für Unternehmen im DACH-Raum zählt dabei weniger der Chatbot als Einzelprodukt als dessen Einbettung in vorhandene Software. Genau dort liegen die stärksten Hebel. Microsoft koppelt Copilot an Microsoft 365, Google bindet Gemini an Workspace, und OpenAI hält ChatGPT als eigenständige Oberfläche mit wachsendem Ökosystem präsent. Sensor Tower datiert den Wendepunkt auf Mai 2026; Decrypt veröffentlichte die Auswertung dazu am 17. Juni 2026.

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