Qualcomm übernimmt KI-Softwarefirma Modular für 3,9 Milliarden Dollar in Aktien

Qualcomm übernimmt KI-Softwarefirma Modular für 3,9 Milliarden Dollar in Aktien
Illustrationen erstellt mit KI-Bildgenerierung

Qualcomm kauft den KI-Softwareanbieter Modular und baut damit sein Softwaregeschäft für generative KI aus. Der Chipkonzern setzt auf Werkzeuge für lokale Modelle und Entwicklerplattformen, während der Wettbewerb um KI-Funktionen auf PCs und Smartphones zunimmt.

Das Wall Street Journal berichtete am 24. Juni 2026, Qualcomm übernehme Modular in einem Aktiendeal über 3,9 Milliarden US-Dollar. Qualcomm bestätigte die Transaktion parallel in einer Unternehmensmitteilung. Modular wurde 2022 von Chris Lattner und Tim Davis öffentlich gestartet und entwickelt mit Mojo eine Programmiersprache für KI-Workloads sowie mit MAX eine Laufzeitumgebung für Modelle auf CPU, GPU und anderen Beschleunigern.

Software für lokale KI

Qualcomm zielt mit dem Zukauf auf die Softwareebene seiner Snapdragon- und Rechenzentrumschips. Das ist für Unternehmen relevant, weil KI-Funktionen in Microsoft 365, Copilot-PCs und mobilen Arbeitsgeräten zunehmend lokal berechnet werden. Qualcomm erklärte, Modular solle die Entwicklung und Bereitstellung von KI-Anwendungen auf Endgeräten beschleunigen. Modular hatte seine MAX-Plattform zuletzt als Werkzeug positioniert, um LLMs effizient auf unterschiedlicher Hardware auszuführen und den Token-Durchsatz zu erhöhen.

Der Schritt folgt auf eine Phase, in der Chipanbieter nicht mehr nur Rechenleistung verkaufen. Sie liefern komplette Software-Stacks für Inferenz, Optimierung und Deployment. Gerade für KMU-Software zählt diese Ebene, weil Anbieter wie Microsoft, Google und Canva KI-Funktionen in Standardwerkzeuge integrieren, die auf PCs, Smartphones und Edge-Systemen laufen. Qualcomm versucht damit, näher an die Anwendungsseite zu rücken, statt nur Komponentenlieferant zu bleiben.

Wettlauf um Entwicklerplattformen

Modular gehört zu einer jungen Gruppe von KI-Softwarefirmen, die zwischen Modellanbietern und Hardwareherstellern sitzen. Das Unternehmen wurde von Chris Lattner mitgegründet, dem früheren LLVM-Architekten und Swift-Erfinder. Diese Herkunft machte Modular in Entwicklerkreisen früh sichtbar. Laut WSJ will Qualcomm damit seine Position gegen Nvidia, AMD und Intel stärken, die ebenfalls eigene Softwareumgebungen für KI-Inferenz ausbauen.

Abschluss noch 2026 geplant

Qualcomm erwartet den Abschluss der Übernahme in der zweiten Hälfte 2026, vorbehaltlich üblicher Genehmigungen. Zu kartellrechtlichen Auflagen in der EU oder zu DSGVO-Fragen nannte das Unternehmen in seiner Mitteilung zunächst keine Details. Modular soll nach dem Vollzug weiter Produkte für Entwickler anbieten; konkrete Integrationsschritte kündigte Qualcomm für einen späteren Zeitpunkt an.

Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.