Prominente unterstützen britische Kampagne gegen das Klonen von Stimmen durch KI

Prominente unterstützen britische Kampagne gegen das Klonen von Stimmen durch KI
Illustrationen erstellt mit KI-Bildgenerierung

In Großbritannien erhält eine Kampagne gegen das Klonen menschlicher Stimmen durch KI Unterstützung von mehreren bekannten Schauspielern und weiteren Unterzeichnern. Nach einem Bericht des Guardian fordert die Initiative gesetzliche Rechte an der eigenen Stimme und Schutz vor unbefugter Nachbildung.

Die Kampagne Save Our Voices Now wird dem Bericht zufolge unter anderem von Nicola Coughlan, Hugh Bonneville und Matt Lucas unterstützt. Auch Luke Evans, Jen Brister, Siobhán McSweeney und Pearl Mackie werden als Unterstützer genannt. Ziel der Initiative ist es, den Einsatz von KI-Technik einzudämmen, mit der sich die Stimme realer Personen so nachbilden lässt, dass sie beliebige vorgegebene Inhalte wiedergeben kann.

Nach Angaben des Berichts haben rund 80 Menschen einen offenen Brief an den Premierminister unterzeichnet. Zusätzlich wurde eine Petition auf Gov.uk gestartet. Sie verlangt, dass Menschen in Großbritannien ein gesetzlich verankertes Eigentumsrecht an der eigenen Stimme erhalten.

Sorge um Missbrauch und fehlenden Schutz

Siobhán McSweeney äußert laut dem Bericht die Sorge, dass Gesetzgebung, Verträge, Arbeitsabläufe, ethische Fragen und die Rechte von Künstlern nicht mit der Geschwindigkeit der technischen Entwicklung Schritt halten. Zugleich halte sie einen Einsatz von KI als Werkzeug grundsätzlich für möglich, solange der menschliche Anteil nicht verdrängt werde.

Die Kampagne gibt an, dass 28 Prozent der Erwachsenen im Vereinigten Königreich nach eigener Aussage bereits Ziel eines Betrugsversuchs mit geklonter Stimme gewesen seien. Gründer Peter Caulfield warnt laut dem Bericht, dass passende KI-Systeme bereits mit sehr kurzen Sprachproben ausreichen könnten, um Stimmen ohne Wissen der Betroffenen zu klonen und neu zu verwenden. Er wirft der Regierung außerdem vor, KI-Unternehmen eine Nutzung und wirtschaftliche Verwertung von Künstlerstimmen ohne deren Zustimmung zu ermöglichen, und warnt zusätzlich vor kriminellem Missbrauch zur Nachbildung von Identitäten.

Dänemark als mögliches Vorbild

Als Beispiel für eine strengere Regulierung verweist der Bericht auf Dänemark. Dort geben Gesetzesreformen Bürgern demnach rechtliche Kontrolle über das eigene Gesicht, den eigenen Körper und die eigene Stimme. Damit sollen sie die Entfernung nicht genehmigter KI-Inhalte verlangen und Entschädigung fordern können.

Die britische Kampagne verbindet damit zwei Forderungen: einen besseren Schutz vor Stimmenklonen durch KI und eine klare gesetzliche Zuordnung der Stimme als persönliches Recht.

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