OpenAI stellt GPT-6 Cyber für die Suche nach Sicherheitslücken vor

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OpenAI hat ein KI-Modell für die Suche nach Sicherheitslücken und deren Behebung vorgestellt. Strengere Kontrollen sollen unerlaubte Angriffe verhindern. Zugleich präzisierte der Anbieter seine Regeln zur Datennutzung bei sicherheitsbezogenen Aufgaben in einem bestehenden Zugangsprogramm.

OpenAI kündigte GPT-6 Cyber am 5. November 2026 an, wie CyberScoop berichtet. Zunächst erhalten ausgewählte Kunden des Programms Daybreak Red Zugang. Dieses stellt fortgeschrittene oder nicht öffentliche Sicherheitsmodelle für Angriffssimulationen bereit. Nach internen Prüfungen des Anbieters verbessert das Modell die Schwachstellensuche, die Entwicklung von Fehlerkorrekturen und die Einhaltung vorgegebener Grenzen.

Sicherheitslücken in Firefox und Brotli

Nach Angaben von OpenAI fand GPT-6 mindestens 81 zuvor unbekannte Schwachstellen im Browser Firefox. Außerdem entwickelte das Modell Angriffscode für 948 Sicherheitslücken im Linux-Kernel, dem Kern des Betriebssystems. Beim quelloffenen Datenkompressionswerkzeug Brotli entwickelte und bestätigte es eine kritische Angriffsmöglichkeit zur entfernten Codeausführung. Sämtliche Schwachstellen wurden laut Anbieter den Verantwortlichen gemeldet und behoben.

Die neuen Schutzmaßnahmen umfassen laut OpenAI zusätzliche Anforderungen an Identitätsprüfung und Kontosicherheit. Bei risikoreichen Anfragen soll das Modell häufiger Rücksprache mit dem Anbieter halten. Hinzu kommt eine verstärkte Überwachung auf Regelverstöße. OpenAI-Forscher Eric Wallace erklärte, das Modelltraining habe einen simulierten Ausbruch aus einer abgeschotteten Testumgebung umfasst. Als Vorbild diente ein Vorfall bei Hugging Face, einer Plattform für KI-Code.

Datennutzung zur Missbrauchsabwehr präzisiert

Parallel erläuterte OpenAI eine Änderung für Daybreak Blue, ein Zugangsprogramm zur Suche und Behebung von Sicherheitslücken. Teilnehmer hatten zuvor eine Mitteilung zur Datennutzung bei persönlichen Konten erhalten. Demnach sollten Sitzungsdaten ab Ende November auch entgegen bestehenden Datenschutzeinstellungen zur Modellverbesserung verwendet werden. Nutzer äußerten daraufhin die Sorge, ihre Arbeit könne konkurrierende Angebote des Anbieters verbessern.

OpenAI-Sicherheitsverantwortlicher Fouad Matin erklärte gegenüber CyberScoop, Kunden könnten der Nutzung ihrer Daybreak-Arbeit für das Modelltraining weiterhin widersprechen. Die vorgesehene Datenerhebung diene der Missbrauchsabwehr und nicht dem Training anhand der Arbeit von Sicherheitsfachleuten. OpenAI hat außerdem eine Partnerschaft mit Dragos angekündigt, einem auf die Sicherheit industrieller Betriebstechnik spezialisierten Unternehmen.

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