Nvidia öffnet europäischen Forschern und KMU weitere Zugänge zu KI-Rechenleistung

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Nvidia beteiligt sich an einer europäischen Initiative für KI in der Wissenschaft. Der Anbieter verbindet offene Lernmaterialien und Forschungswerkzeuge mit zusätzlichen Zugängen zu Rechenleistung. Davon sollen auch kleinere Labore, wissenschaftliche Jungunternehmen und Mittelständler profitieren.

Die Europäische Kommission startete die Initiative zur Förderung von KI in der Wissenschaft am 15. Oktober 2026 beim Wissenschaftsgipfel in Dublin. Sie gehört zum europäischen KI-Forschungsrahmen RAISE, einer europäischen Ressource für KI in der Wissenschaft. Nvidia beschreibt seine Beteiligung als Unterstützung durch Software, Schulungen, technische Beratung und gemeinsame Forschungsprojekte. Forschungskommissarin Ekaterina Zaharieva erklärte, die Initiative solle Forschenden die notwendigen Werkzeuge, Fachkenntnisse und Ressourcen zugänglich machen.

Freie Kursmaterialien und offene Modelle

Das Nvidia Deep Learning Institute, ein Schulungsangebot von Nvidia, hat dafür eine Sammlung frei herunterladbarer, offen lizenzierter Kursmaterialien veröffentlicht. Die Inhalte behandeln beschleunigtes Rechnen, also Rechnen mit spezieller Hardware wie Grafikprozessoren, und tiefe neuronale Netze, eine Methode des maschinellen Lernens. Anmeldung, Gebühren oder Fristen entfallen. Hochschulen und Rechenzentren können die modularen Materialien für eigene Lehrveranstaltungen anpassen. Hinzu kommen mehr als 250 offene Modelle, 250 offene Datensätze und über 1.400 quelloffene Softwareprojekte des Anbieters.

KI-Rechenzentren öffnen sich für Unternehmen

Nvidia arbeitet mit europäischen Cloud-Infrastrukturanbietern und nationalen KI-Rechenzentren zusammen, darunter Einrichtungen in Frankreich, Spanien und Schweden. Das Jungunternehmensprogramm Inception vermittelt Zugang zu Rechenressourcen und technischer Unterstützung. Seit vier Monaten kooperiert damit das französische KI-Rechenzentrum. Das spanische KI-Rechenzentrum startet nach einem Pilotversuch sein erstes vollständiges Förderprogramm. Weitere europäische Einrichtungen interessieren sich laut Nvidia für eine Übernahme dieses Modells im Jahr 2027.

Das schwedische KI-Rechenzentrum öffnet seine Infrastruktur und Fachkenntnisse für Inception-Jungunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Zu den angesprochenen Branchen zählen Lebenswissenschaften, Materialforschung, autonome Systeme und Computerspiele. Europäische Hochleistungsrechenzentren bieten Hochschulen und Jungunternehmen kostenlosen Zugang zu Nvidia-Grafikprozessoren für offene Forschung. Nach Anbieterangaben entstehen europaweit derzeit 35 Supercomputer, deren Infrastruktur mehr als drei Millionen Forschenden zur Verfügung stehen soll.

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