Neue KI-Strategie soll Europas Souveränität und Sicherheit stärken

Neue KI-Strategie soll Europas Souveränität und Sicherheit stärken
Illustrationen erstellt mit KI-Bildgenerierung

Daniel Privitera und Monika Schnitzer haben eine Strategie für Europas Umgang mit weitreichenden Fortschritten bei künstlicher Intelligenz vorgestellt. Sie umfasst Ziele für sichere Lieferketten, europäische Rechenkapazitäten, handlungsfähige Institutionen und die Widerstandsfähigkeit gegenüber KI-Krisen.

Privitera veröffentlichte die Ankündigung am 14. September 2026 auf X. Nach seiner Darstellung waren zuvor über mehrere Monate Forscher zusammengebracht und Gespräche mit Regierungen geführt worden. Der daraus entstandene Plan soll Wohlstand, Souveränität und Sicherheit der europäischen Bevölkerung angesichts schneller KI-Fortschritte schützen.

Allianz für sichere Lieferketten vorgesehen

Zu den kurzfristigen Zielen gehört eine Allianz der Mitgliedstaaten für die Sicherheit von Lieferketten. Anton Leicht und weitere Beteiligte arbeiteten an diesem Bereich. Vorschläge von Conor McGlynn und anderen befassen sich damit, europäische Institutionen auf eine Zukunft mit besonders leistungsfähigen und gesellschaftlich weitreichenden KI-Systemen vorzubereiten.

Weitere Teile der Strategie behandeln die Versorgungssicherheit, also den Zugang zu wichtigen Rohstoffen und Technologien, sowie den strategischen Handlungsspielraum Europas, seine wirtschaftliche Stärke und den Schutz vor Gefahren durch KI. Als Mitwirkende in diesen Bereichen nennt Privitera unter anderem Milo Rignell, Frauke Stehr und Noemi Dreksler.

Europa soll mehr KI-Rechenkapazität sichern

Philip Fox und weitere Beteiligte entwickelten das Ziel, Europas Anteil an der weltweiten KI-Rechenkapazität zu sichern. Der Ausbau soll einem europäischen Ansatz folgen und lokalen Gemeinschaften zugutekommen. Ben Bucknall und andere befassten sich zudem mit der Widerstandsfähigkeit gegenüber KI-Krisen.

Darüber hinaus soll Europa bei Prüf- und Kontrolltechnologien für KI-Systeme weltweit führend werden. Gemeint sind Technologien und Verfahren, mit denen sich die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Funktionsweise solcher Systeme kontrollieren und absichern lassen.

Expertenrat begutachtete Entwürfe

Ein hochrangiger Expertenrat prüfte nach Angaben Priviteras Entwürfe, gab strategische Hinweise und machte Vorschläge zur praktischen Verwendbarkeit der Strategie. Im Beitrag zur Veröffentlichung werden dafür Philippe Aghion, Christophkw, Michiel Bakker, Wolfgang Ischinger, Margrethe Vestager, Aleksander Madry, Clemens Fuest, Marta Kwiatkowska, Leo Varadkar, Anton Osika, Daron Acemoglu und Yoshua Bengio genannt.

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