Meta setzt Muse-Freigaben nach Fund vertraulicher Firmendaten aus
Das Sicherheitsforschungsteam Claroc hat vertrauliche Unternehmensunterlagen über auffindbare Freigabelinks von Metas KI-Assistenten Muse entdeckt. Betroffen waren unter anderem Finanzunterlagen und Gesprächsvorbereitungen. Die Freigabelinks ließen sich über gespeicherte Daten des Internetadressverzeichnisses DNS finden, ohne Anmeldung oder Kenntnis der ursprünglich verschickten Links.
Meta erklärte am 20. Oktober 2026 gegenüber dem Techniknachrichtenmedium Ars Technica, die Freigabefunktion auszusetzen, berichtet das Claroc-Forschungsteam. Zuvor hatte das Medium den Anbieter mit den Ergebnissen konfrontiert. Bei einer anschließenden Kontrolle konnte Claroc keine der 40 überprüften Freigaben mehr öffnen. Diese waren zuvor ohne Konto zugänglich gewesen. Die zugehörigen Hostnamen lieferten nun Fehler zurück.
Gesprächstitel verrieten den Inhalt
Muse veröffentlichte geteilte Gespräche als Webseiten, die jeder mit dem jeweiligen Link öffnen konnte. Die Adressen enthielten den Gesprächstitel und eine zufällige Kennung. Claroc fand über einen kommerziellen Dienst mehr als 6.800 entsprechende Hostnamen, also die Rechnernamen innerhalb der Internetadressen. Solche passiven DNS-Dienste speichern beobachtete Abfragen zur Auflösung von Internetnamen und machen diese durchsuchbar.
Damit ließ sich laut Claroc aus einem gefundenen Hostnamen der Freigabelink rekonstruieren. Auch die zufällige Kennung stand vollständig im gespeicherten Namen. Das Forschungsteam öffnete einige Hundert Seiten; fast alle noch aktiven Freigaben waren unmittelbar zugänglich. Muse wies Suchmaschinen zwar über die Datei robots.txt an, Freigabeseiten nicht zu durchsuchen. Diese Datei enthält Anweisungen für Suchmaschinen, welche Seiten sie nicht durchsuchen sollen. Den Zugriff über gespeicherte DNS-Abfragen verhinderte das nicht. Auch der öffentliche Dienst zur Prüfung von Webadressen urlscan.io enthielt laut Claroc mehr als 75 gespeicherte Prüfungen von Muse-Freigabeseiten.
Kreditantrag und interne Umsatzprüfung
Die meisten geprüften Inhalte bewertete Claroc als unauffällig. Unter den sensiblen Dokumenten waren jedoch ein Kreditantrag eines Kleinunternehmers und eine ausschließlich für den Geschäftsführer bestimmte Umsatzprüfung. Hinzu kamen vertrauliche Vorbereitungen auf ein Personalvermittlungsgespräch mit einem führenden KI-Labor, einschließlich Kontaktperson und Termin. Das Team entdeckte außerdem einen betrieblichen Urlaubskalender mit Dutzenden Beschäftigten.
Claroc meldete den Fund am 8. Oktober 2026 an Metas Programm zur Meldung von Sicherheitslücken. Hinweise auf einen Missbrauch hat das Forschungsteam nach eigenen Angaben nicht. Die Hostnamen einschließlich ihrer Titel blieben nach der Abschaltung in den historischen DNS-Daten auffindbar.
Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.