Landgericht München I: Google haftet für falsche Inhalte in AI Overviews

Landgericht München I: Google haftet für falsche Inhalte in AI Overviews
Illustrationen erstellt mit KI-Bildgenerierung

Ein deutsches Gericht verschärft die Haftung für generative KI in der Suche. Das Landgericht München I stuft Googles AI Overviews als eigene Inhalte ein und nicht als bloße Suchergebnisse. Damit wächst der rechtliche Druck auf KI-Antworten in Such- und Bürosoftware.

Das Landgericht München I untersagte Google mit einstweiliger Verfügung vom 28. Mai 2026, unwahre Behauptungen über zwei Münchner Verlagsunternehmen in seinen KI-Suchübersichten zu verbreiten. Das Aktenzeichen lautet 26 O 869/26. Nach dem Bericht von The Decoder vom 11. Juni 2026 sieht das Gericht Google als unmittelbaren Störer. Die bisherige eingeschränkte Haftung für Suchmaschinenbetreiber greife hier nicht, weil die „Übersicht mit KI“ eigenständige Inhalte erzeuge.

Eigene Inhalte statt Trefferliste

Im konkreten Fall verband die KI die beiden Verlage laut Gericht fälschlich mit Betrugsmaschen, Abo-Fallen und unseriösen Geschäftspraktiken. Die Übersicht habe Informationen über andere Unternehmen vermischt und neue Zusammenhänge erzeugt, die in keiner verlinkten Quelle standen. Genau diese Eigenleistung war für die Kammer entscheidend. Klassische Suchergebnisse listen Quellen und Zitate. AI Overviews fassen Inhalte „in eigenen Worten und nach einer eigenen Gliederung“ zusammen, wie The Decoder aus dem Urteil zitiert.

Google reagierte auf eine Abmahnung der betroffenen Unternehmen zunächst nicht. Erst nach Veröffentlichung des Falls ergänzte der Konzern am 11. Juni 2026 eine Stellungnahme. Ein Sprecher erklärte laut The Decoder, die Funktion solle Informationen aus dem Web „reflektieren“. Die „überwiegende Mehrheit der Antworten“ sei korrekt. Es könne aber Fälle geben, in denen Kontext verfehlt oder Webinhalte fehlinterpretiert würden.

Gericht verwirft Googles Prüfhinweis

Gerade dieses Argument wies das Gericht zurück. Google hatte vorgetragen, Nutzer könnten tiefer einsteigen und Angaben selbst überprüfen. Nach der Münchner Entscheidung entlastet dieser Hinweis den Anbieter nicht. Wer KI-Antworten selbst formuliere und strukturiere, hafte auch für deren Unwahrheit. Das hebt den Fall über die Suchbranche hinaus. Ähnliche Antwortformate finden sich inzwischen in Chatbots, Office-Assistenten und Wissensfunktionen großer Plattformen.

Relevanz für EU-KI-Regeln

Das Urteil fällt in eine Phase, in der Anbieter ihre generativen Systeme an europäische Vorgaben anpassen müssen. Der EU AI Act enthält Transparenz- und Dokumentationspflichten für bestimmte KI-Systeme, während falsche Tatsachenbehauptungen zusätzlich zivilrechtliche Ansprüche auslösen können. Für Google ist der Fall auch deshalb heikel, weil AI Overviews seit 2024 schrittweise in der Suche ausgerollt wurden und als zentrales Produktmerkmal gelten. Die Entscheidung datiert auf den 28. Mai 2026, die ergänzte Google-Stellungnahme auf den 11. Juni 2026.

Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.