KPMG-Umfrage: Nur 26 Prozent der Unternehmen kennen ihre KI-Kosten vollständig
Eine KPMG-Umfrage legt ein Kostenproblem bei generativer KI offen: Die Mehrheit der Unternehmen hat laut Bericht keinen vollständigen Überblick über ihre Ausgaben. Treiber sind tokenbasierte Preismodelle, die den Verbrauch von Chatbots und Agenten schwer kalkulierbar machen.
Wie The Decoder am 8. Juni 2026 unter Verweis auf einen Bericht des Wall Street Journal meldet, haben nur 26 Prozent der Unternehmen einen vollständigen Überblick über ihre KI-Kosten. Weitere 50 Prozent sehen ihre Ausgaben nur eingeschränkt. 22 Prozent haben demnach gar keine Transparenz oder erfahren den Verbrauch erst mit der Rechnung. Die Angaben stammen aus einer noch unveröffentlichten KPMG-Umfrage. Für Unternehmen mit ChatGPT, Claude, Gemini oder Copilot in mehreren Teams wird damit ein altes IT-Thema neu vermessen: Verbrauch statt Lizenz.
Token statt fester Lizenzen
Der Wechsel zu tokenbasierter Abrechnung bringt laut Bericht vor allem Finanzabteilungen unter Druck. Anders als bei klassischen SaaS-Verträgen steigen die Kosten mit jeder Anfrage, jedem hochgeladenen Dokument und jeder Agenten-Aktion. Steve Chase, globaler KI-Chef von KPMG, sagte dem Wall Street Journal: „Es ist eine neue Ressource, die gemanagt werden muss.“ KPMG arbeite bereits mit mehreren Unternehmen, die ihre jährlichen Token- und Cloud-Budgets innerhalb weniger Monate aufgebraucht hätten. Ein Kunde habe einen sechsfachen Anstieg des Token-Verbrauchs verzeichnet.
Für den Mittelstand ist das relevant, weil viele KI-Werkzeuge inzwischen in Standardsoftware eingebettet sind. Microsoft koppelt Copilot an Microsoft 365, Google integriert Gemini in Workspace, und Anbieter wie Anthropic oder OpenAI rechnen API-Nutzung nach Verbrauch ab. Damit verschiebt sich die Kostenkontrolle von der Einkaufsabteilung in Richtung laufendes Monitoring. Gerade bei internen Assistenten, automatisierten Workflows und Agenten steigt der Token-Verbrauch oft im Hintergrund.
Warnung vor Quartalsrechnungen
Gil Luria, Leiter der Technologie-Forschung bei D.A. Davidson, erwartet laut dem zitierten Bericht eine Zuspitzung noch in diesem Jahr. „Viele CFOs werden ihre Anthropic-Rechnung sehen und ausflippen“, sagte er dem Wall Street Journal. Die Dynamik erinnert Analysten und Führungskräfte laut Bericht an den Cloud-Boom während der Pandemie. Auch damals stiegen die Ausgaben zunächst schnell, bevor Unternehmen ihre Nutzung später wieder strenger begrenzten und Budgets kürzten.
KPMG sieht exponentielles Wachstum
Besonders heikel ist die fehlende Transparenz, weil KI-Kosten oft über mehrere Töpfe laufen. Neben Tokens fallen Cloud-Gebühren, Modellzugriffe, Speicher und Integrationskosten an. Chase sprach laut Bericht von „exponentiellem Wachstum“. Die KPMG-Zahlen deuten darauf, dass 74 Prozent der Unternehmen ihre KI-Ausgaben nur teilweise oder gar nicht überblicken. Veröffentlicht wurde der Bericht am 8. Juni 2026; die zugrunde liegende KPMG-Umfrage ist bislang nicht separat publiziert.
Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.