KI hilft bei Entzifferung jahrhundertealter Chiffren aus der Vatikanischen Bibliothek

KI hilft bei Entzifferung jahrhundertealter Chiffren aus der Vatikanischen Bibliothek
Illustrationen erstellt mit KI-Bildgenerierung

Forscher setzen neue KI-Modelle ein, um jahrhundertealte verschlüsselte Handschriften zu entziffern. Ein bislang mehr als 400 Jahre ungelesenes Manuskript aus der Vatikanischen Bibliothek zeigt, wie maschinelle Verfahren die Arbeit an historischen Chiffren beschleunigen.

Ausgangspunkt ist ein Bericht von t3n vom 7. Juni 2026, der sich auf Angaben der BBC stützt. Demnach lag in der Vatikanischen Bibliothek ein handgeschriebenes Buch mit rätselhaften Symbolen mehr als 400 Jahre ungelesen. Eine Notiz auf der Innenseite des Einbands deutet laut Bericht auf geheime Heilmittel hin. Solche Funde sind kein Randphänomen: Rund 1 Prozent aller Materialien in Archiven und Bibliotheken weltweit sind vollständig oder teilweise verschlüsselt.

Ein Prozent bleibt verborgen

Die Spannweite dieser historischen Chiffren ist groß. Manche Systeme ersetzen einzelne Buchstaben durch Symbole. Andere arbeiten mit Ablenkungszeichen, die keine Bedeutung tragen und eine Entschlüsselung erschweren. In einigen Fällen ist nicht einmal die Ausgangssprache bekannt. Beáta Megyei von der Universität Stockholm beschrieb die Arbeit als „Detektivarbeit“. Ihr Team nutzt KI, um Muster schneller zu erkennen, Transkriptionen vorzubereiten und mögliche Zuordnungen zwischen Symbolen und Sprachelementen einzugrenzen.

Megyei erklärte laut dem Bericht, die Entschlüsselung des Werkes aus dem Vatikan sei trotz KI-Unterstützung mühsam geblieben. Zugleich verwies sie auf den Nutzen für seltene und nicht standardisierte Schriftsysteme. Der praktische Gewinn liegt vor allem im Tempo. Wo Fachleute bislang viele Schritte manuell prüfen mussten, übernehmen Modelle heute Vorarbeiten bei Mustererkennung, Segmentierung und Hypothesenbildung. Die eigentliche Validierung bleibt jedoch bei Historikern, Linguisten und Kryptologen.

Monate Arbeit pro Brief

Wie aufwendig klassische Verfahren sind, zeigt ein weiteres Beispiel aus dem Bericht. Die Kryptologin Cécile Pierrot vom französischen Nationalen Institut für Informatikforschung benötigte 6 Monate, um einen 500 Jahre alten Brief von Karl V. zu entschlüsseln. Der Inhalt verwies auf die Angst des Herrschers vor einem Mordkomplott. Für einen zweiseitigen Brief mit unbekannten Symbolen veranschlagt Pierrot demnach im Regelfall 1 Tag allein für die Transkription.

Historische Daten als Trainingsmaterial

Der Nutzen der Systeme liegt damit weniger in einer vollautomatischen Lösung als in der Beschleunigung eines Engpasses. In verschlüsselten Dokumenten verbergen sich laut Bericht diplomatische Informationen, medizinisches Wissen oder Rituale von Geheimgesellschaften. Jede entzifferte Quelle erweitert den Datenbestand für weitere Modelle. Das Manuskript aus der Vatikanischen Bibliothek blieb nach den Angaben im Bericht mehr als 400 Jahre unzugänglich.

Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.