Google erweitert Gemini um zielgesteuerte Videoanalyse mit bis zu 88 Prozent weniger Token
Google hat Gemini um eine zielgesteuerte Videoanalyse erweitert. Die neue Funktion senkt laut Anbieter den Tokenverbrauch und die Kosten deutlich und soll zugleich die Genauigkeit bei langen Videos erhöhen.
Google stellte die Funktion am 1. September 2026 im Google-Blog für Gemini 3.7 Flash, 3.6 Flash und 3.5 Flash-Lite vor. Verfügbar ist sie ab sofort über die Gemini API in Google AI Studio und auf der Gemini Enterprise Agent Platform. Laut Google sinkt der Tokenverbrauch bei der Videoanalyse um bis zu 88 Prozent, die Kosten fallen um bis zu 66 Prozent und die Genauigkeit steigt um bis zu 7 Prozent.
Dynamische Analyse statt fester Bildrate
Bislang verarbeitet Gemini Videos laut Google typischerweise mit einer festen Bildrate von standardmäßig 1 Bild pro Sekunde. Die neue Funktion durchsucht dagegen gezielt einzelne Videosegmente und bezieht Bildfolgen, Ton und Transkripte ein. Google beschreibt dafür Anwendungsfälle wie das Auffinden von Momenten unter einer Sekunde, die Erkennung von Anomalien, präzises Zählen sowie die Suche in mehrstündigen Aufzeichnungen.
Die Effizienzgewinne seien laut Google besonders bei langen Formaten sichtbar, von 10-minütigen Anleitungen bis zu 90-minütigen Vorlesungen und mehrstündigen Aufnahmen. Für Gemini 3.7 Flash nennt der Anbieter die beste Kombination aus Qualität und Kosteneffizienz unter den getesteten Modellen für Videoverständnis.
Ohne Aufpreis in der API
Die Funktion nutzt laut Google die reguläre Token-Bepreisung der Gemini API und verursacht keine zusätzliche Funktionsgebühr. Aktiviert wird sie in der API-Konfiguration mit dem Wert agentic. Unterstützt werden Video-Uploads und YouTube-Videos. Ein im Beitrag gezeigtes Beispiel nutzt dabei gemini-3.7-flash für die Auswertung eines YouTube-Links.
Ausweitung auf Gemini-App und YouTube
Google kündigte im Beitrag zur Einführung zudem die Ausweitung auf Endnutzerprodukte an. Die Funktion soll bald für alle Nutzer der Gemini-App über Flash- und Flash-Lite-Modelle ausgerollt werden. In den kommenden Monaten soll sie außerdem die YouTube-Funktion Ask YouTube auf der Videoseite antreiben.
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