Google DeepMind veröffentlicht WeatherNext als Open Source und meldet Fortschritt bei Zyklon-Prognosen
Google DeepMind hat sein Wettermodell WeatherNext als Open Source freigegeben. Laut einem Blogbeitrag des Unternehmens und einem in Nature veröffentlichten Papier soll das System tropische Wirbelstürme präziser vorhersagen und im Schnitt einen zusätzlichen Tag Vorwarnzeit ermöglichen.
Wie Google DeepMind in seinem Blog schreibt, erreicht WeatherNext eine „state-of-the-art accuracy“ bei Zugbahn, Intensität und Windstruktur von Zyklonen. Demnach seien die Drei-Tage-Prognosen des Modells so gut wie frühere Zwei-Tage-Prognosen. Google DeepMind beziffert die globalen Folgen tropischer Zyklone in den vergangenen 50 Jahren auf mehr als 700.000 Todesfälle und 1,4 Billionen US-Dollar Schäden.
Ein zusätzlicher Tag Vorwarnzeit
Entwickelt wurde das Projekt von Forschern von Google DeepMind und Google Research gemeinsam mit Vorhersageexperten des National Hurricane Center, des Cooperative Institute for Research in the Atmosphere und des UK Met Office. Nach Darstellung von Google DeepMind entspricht der Genauigkeitssprung „roughly to a decade’s worth of meteorological progress“. Das Modell soll die bislang oft getrennte Vorhersage von Zugbahn in globalen Modellen und Intensität in hochauflösenden lokalen Modellen zusammenführen.
Während der Hurrikansaison 2025 half WeatherNext laut Google DeepMind dem National Hurricane Center bei einer Vorhersage zu Hurrikan Melissa. Das Modell habe eine schnelle Intensivierung und den Landfall in Jamaika vorhergesagt und so eine frühzeitige Warnung ermöglicht.
1.000 Szenarien pro Sturm
Für die laufende Saison berechnet WeatherNext nach Angaben des Anbieters 1.000 mögliche Szenarien pro Zyklon. Auf Basis globaler atmosphärischer Bedingungen sagt das Modell sowohl großräumige Wettermuster als auch feinskalige Sturmverläufe bis zu 15 Tage im Voraus voraus und erzeugt daraus lokale Wahrscheinlichkeitskarten für Winde von Tropensturm- bis Hurrikan-Stärke.
Modelle offen verfügbar
Google DeepMind stellt nun WeatherNext 2 und WeatherNext Cyclones offen bereit. Freigegeben wurden damit die Modelle, die bereits während der Hurrikansaison eingesetzt wurden.
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