Flock Safety verkürzt Datenspeicherung und gerät politisch stärker unter Druck
Flock Safety hat nach wachsender Kritik an seinen Überwachungssystemen zentrale Voreinstellungen geändert. Wie TechCrunch berichtet, verkürzte das Unternehmen die voreingestellte Speicherdauer von Daten und erschwerte den Zugriff. Zugleich wächst der politische und gesellschaftliche Widerstand gegen Kameras, Drohnen und automatische Kennzeichenerkennung des Anbieters.
Ausgangspunkt der neuen Debatte sind Berichte über möglichen Missbrauch der Technik. Laut dem von TechCrunch aufgegriffenen Sachstand identifizierte die Washington Post 46 Fälle, in denen Polizeibeamten eine unbefugte Nutzung von Flock-Systemen vorgeworfen wurde. Dabei ging es demnach unter anderem um den Einsatz zur Verfolgung von Ehefrauen, Freundinnen oder früheren Partnerinnen.
Firmenchef Garrett Langley äußerte sich dazu in mehreren Fernsehinterviews. Nach einem Gespräch mit einer mutmaßlich betroffenen Person bedauerte er den geschilderten Fall. Zugleich stellte er den Standpunkt des Unternehmens dar, dass Flock den Machtmissbrauch durch Polizeibeamte nicht verursacht habe, sondern durch eigene Werkzeuge sichtbar mache und nachverfolgbar mache.
Voreinstellung nun sieben statt 30 Tage
Als Reaktion auf die Kritik nahm Flock laut dem TechCrunch-Bericht zwei Änderungen vor. Die standardmäßige Aufbewahrungsdauer wurde von 30 Tagen auf sieben Tage verkürzt. Außerdem muss vor dem Zugriff auf Daten nun ein Fallcode eingegeben werden.
Diese Begrenzungen gelten jedoch nicht ausnahmslos. Der Bericht verweist darauf, dass beide Vorgaben übersteuert werden können. So können Polizeibehörden Daten mit einer Einstellung namens Evidence Mode länger speichern.
Die American Civil Liberties Union bewertete die Änderungen nach Darstellung von TechCrunch vorsichtig positiv. Die Organisation sehe darin möglicherweise einen Schritt in die richtige Richtung, verweise aber weiterhin auf ihre Empfehlung einer Speicherdauer von 48 Stunden. Entscheidend sei zudem, wie Evidence Mode in der Praxis ausgestaltet sei.
Widerstand aus dem linken und rechten politischen Lager
Der Gegenwind kommt inzwischen aus mehreren politischen Richtungen. Auf demokratischer Seite griff Abdul El-Sayed, Senatskandidat in Michigan, laut TechCrunch seinen republikanischen Gegner Mike Rogers wegen dessen Unterstützung für die starke Verbreitung von Flock-Kameras an. Ebenfalls aus dem linken Lager wandte sich Bernie Sanders öffentlich gegen KI-gestützte Massenüberwachung und gegen Flock.
Auch auf republikanischer Seite regt sich Widerstand. Drei republikanische Abgeordnete im Repräsentantenhaus brachten dem Bericht zufolge einen Gesetzentwurf ein, der dem Bund den Kauf automatisierter Überwachungssysteme mit Gesichtserkennung, biometrischen Kennungen oder Kennzeichenerkennung untersagen soll. Das schließt nach der Formulierung im Bericht auch eine Kamera von Flock Safety ein.
Langley fordert Ausgleich und strafrechtliche Regeln gegen Missbrauch
Langley warb in einem Interview bei Fox News für einen Ausgleich zwischen Privatsphäre und Sicherheit. Nach seiner Darstellung solle nicht nur einer dieser beiden Werte priorisiert werden, sondern ein Kompromiss gefunden werden.
Im Zusammenhang mit Regulierung bezog sich seine konkrete Forderung laut TechCrunch auf den Missbrauch von Flock-Daten. Bundesstaaten sollten nach seiner Auffassung Gesetze verabschieden, die die illegale Nutzung dieser Daten als Straftat behandeln. Darüber hinaus kritisierte er, dass es bei Flock und anderen Technologien nach seiner Darstellung zu oft an Regulierung und Verantwortlichkeit fehle.
TechCrunch kündigte außerdem an, Langley im Oktober bei der eigenen Disrupt-Konferenz erneut mit diesen Fragen zu konfrontieren.
Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.