EU stellt Digital Omnibus für 2026 in Aussicht und will GDPR, AI Act und Data Act entflechten

EU stellt Digital Omnibus für 2026 in Aussicht und will GDPR, AI Act und Data Act entflechten
Illustrationen erstellt mit KI-Bildgenerierung

Die EU will ihr digitales Regelwerk 2026 vereinfachen. Ein vorgeschlagenes Digital Omnibus Package soll Überschneidungen zwischen GDPR, AI Act, Data Act und weiteren Gesetzen abbauen und den Verwaltungsaufwand für Unternehmen, Forschung und Behörden senken.

Darauf verweist ein am 3. August 2026 veröffentlichter Beitrag von EURAXESS. Demnach markiert das vorgeschlagene „2026 Digital Omnibus Package“ einen Kurswechsel. Nach Jahren neuer Digitalgesetze soll nun das bestehende Regelwerk besser funktionieren. Genannt werden dabei ausdrücklich GDPR, AI Act, Data Act und Digital Markets Act. Ziel ist eine kohärentere Regulierung mit weniger Doppelungen und klareren Zuständigkeiten.

Weniger Doppelungen im Regelwerk

Die EU beschreibt ihr Digital Rulebook als eines der weltweit umfassendsten Regelwerke. Zugleich seien die Vorgaben für Unternehmen, Forschende und öffentliche Verwaltungen komplex geworden, heißt es bei EURAXESS. Das Omnibus-Paket soll diese Reibungen verringern. Genannt werden weniger Überschneidungen, klarere Verantwortlichkeiten und ein Umfeld, das Innovation erleichtert, ohne Standards bei Datenschutz, Sicherheit und Vertrauen abzusenken.

Mehr Spielraum für Forschung

Für die Forschungsgemeinschaft erwartet die EU spürbare Folgen. Laut dem Beitrag treffen bei künstlicher Intelligenz, Gesundheitstechnologien und datengetriebenen Innovationen oft mehrere rechtliche Anforderungen zusammen. Vereinfachte Regeln, breiterer Zugang zu Regulatory Sandboxes und klarere Leitlinien sollen Projekte beschleunigen. Das Paket ist zudem Teil der „One Europe, One Market Roadmap“, die den Binnenmarkt stärken und die digitale Transformation vorantreiben soll.

Weitere Gesetze bereits angekündigt

Als nächste Vorhaben nennt die EU einen European Research Area Act sowie neue Gesetzgebung zu Quantentechnologien, Cloud Computing und Halbleitern. Zudem verfolgen Horizon Europe Associated Countries und internationale Forschungspartner die Reformen, weil mehr regulatorische Klarheit die Zusammenarbeit mit europäischen Institutionen berechenbarer machen soll.

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