China fordert im KI-Wettlauf Respekt für digitale Souveränität
China hat im Streit um internationale KI-Allianzen vor einer Lagerbildung gewarnt. Auslöser ist ein Reuters-Bericht, wonach die USA Dutzende Staaten zur Wahl zwischen zwei KI-Rahmenwerken drängen wollen.
Das chinesische Außenministerium reagierte am Mittwoch, dem 19. August 2026, auf einen Reuters-Bericht über die Pläne Washingtons. Demnach will die US-Regierung Dutzenden Ländern mitteilen, sie müssten sich im KI-Wettlauf zwischen den USA und China entscheiden. Wer sich zugleich einem von Peking geführten Rahmenwerk anschließe, werde von einer US-geführten KI-Koalition ausgeschlossen, berichtete Reuters unter Berufung auf einen US-Beamten und einen internen Entwurf.
Peking weist Lagerbildung zurück
Außenamtssprecher Lin Jian sagte bei einer regulären Presseunterrichtung am 19. August, China lehne es ab, in der KI „Seiten zu wählen“ und „Lager zu bilden“. Reuters zitierte ihn mit den Worten: „Each country has the right to choose its partners“. Zugleich forderte Peking Respekt für die „digitale Souveränität“ jedes Landes.
Lin Jian verband die Position mit nationalen Entwicklungszielen. Länder sollten ihre Partner „based on its national conditions and development needs“ wählen, sagte er laut Reuters. Die Erklärung folgte auf einen Bericht, wonach die USA ihre KI-Koalition ausdrücklich gegen Pekings konkurrierendes Modell abgrenzen wollen.
Konflikt um internationale KI-Rahmen
Der Reuters-Bericht nennt keine betroffenen Staaten, spricht aber von „dozens of countries“. Damit rückt der Streit um KI-Governance auf die Ebene internationaler Bündnisse. Die chinesische Stellungnahme vom 19. August ist bislang die direkte Antwort Pekings auf diesen Vorstoß. Reuters nannte als Ort der Meldung Peking; das beigefügte Archivfoto zeigt die World Artificial Intelligence Conference in Shanghai vom 18. Juli 2026.
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