Bundeswehr prüft Systeme von 30 Firmen als Palantir-Alternative

Bundeswehr prüft Systeme von 30 Firmen als Palantir-Alternative
Illustrationen erstellt mit KI-Bildgenerierung

Die Bundeswehr prüft Systeme von 30 Unternehmen zur automatisierten Zusammenführung militärischer Sensordaten. Bereits 2027 soll eine Alternative zu Palantir verfügbar sein. Hensoldt und Helsing bereiten dafür ein gemeinsames Angebot vor.

Das IT-Systemhaus BWI untersucht derzeit geeignete Software, berichtete das Handelsblatt am 10. September 2026. Die Systeme sollen Kampfdaten verschiedener Sensoren in Echtzeit zu einem Lagebild verbinden. Thomas Daum, Inspekteur Cyber- und Informationsraum, erwartet demnach bald einen ersten Prototyp.

Hensoldt und Helsing testen MDOCore

Der Sensorhersteller Hensoldt erprobt mit dem auf Verteidigungssoftware spezialisierten Start-up Helsing MDOCore, eine Software, die Daten verschiedener Sensoren wie Radar und Kameras automatisch zu einem gemeinsamen Lagebild zusammenführt, in Fürstenfeldbruck. Beide Unternehmen wollen gemeinsam ein Angebot für die Bundeswehr einreichen. Hensoldt-Digitalchef Sven Heursch bezeichnete die softwaregestützte Verknüpfung der Daten als nächsten großen Verteidigungsschritt.

Eine Simulation verbindet dafür Daten eines Pegasus-Flugzeugs, eines Aufklärungsfahrzeugs und weiterer Sensoren. Das System erkennt mehrere dreieinhalb Meter lange Shahed-Drohnen aus Kaliningrad. Anschließend koordiniert es Störsender und Flugabwehr innerhalb weniger Minuten. Ein Soldat erteilt lediglich die Freigabe zum Gegenangriff.

Prüfung von Systemen für die Bundeswehr

Die simulierten Sensoren arbeiten zu Land, zu Wasser, in der Luft und im All. Die Bundeswehr strebt die Einführung einer Palantir-Alternative bereits für 2027 an.

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