Bundesregierung setzt bei KI auf deutsche und europäische Lösungen

Bundesregierung setzt bei KI auf deutsche und europäische Lösungen
Illustrationen erstellt mit KI-Bildgenerierung

Die Bundesregierung will den KI-Einsatz in Deutschland stärker auf heimische und europäische Software ausrichten. Nach der Kabinettsklausur in Neuhardenberg betonten Lars Klingbeil und Friedrich Merz vor allem souveräne Lösungen für Wirtschaft und Industrie.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil erklärte am 26. August 2026 nach der Kabinettsklausur im brandenburgischen Schloss Neuhardenberg, Deutschland müsse bei künstlicher Intelligenz unabhängiger werden und stärker auf Software aus Deutschland und Europa setzen, wie Golem berichtet. Bundeskanzler Friedrich Merz unterstützte diese Linie und sagte, die Bundesregierung suche nach deutschen und europäischen Lösungen, wolle aber auch mit Kanada und weiteren Partnern zusammenarbeiten.

Einfachere Modelle für den Mittelstand

Merz stellte am 26. August 2026 klar, Deutschland müsse keinen Spitzenplatz bei der Entwicklung von KI-Modellen anstreben. Für große Teile des Mittelstandes reichten einfachere Modelle aus, die sich für Fertigung, Planung und Produktion nutzen ließen, berichtet Golem. Zuvor hatte Bundesdigitalminister Karsten Wildberger zum Auftakt der Klausur erklärt, auch ein Platz 3 oder 4 in der Welt sei ein sinnvolles Zwischenziel.

Merz ordnete den KI-Einsatz zugleich als Thema für alle Unternehmen ein, unabhängig von Branche und Größe. Er bezeichnete künstliche Intelligenz laut Golem als vierte industrielle Revolution und hob hervor, dass produzierende Unternehmen ebenso betroffen seien wie Dienstleister.

Mehr Geld für Rechenzentren

Klingbeil verwies in Neuhardenberg auf höhere staatliche Ausgaben für Hightech-Projekte. Im Sondervermögen sollen die Investitionen in Forschung und Entwicklung im Jahr 2027 um 60 Prozent gegenüber 2026 steigen. Genannt wurden dabei mehr Mittel für KI, Rechenzentren sowie Hightech, wie Golem meldet.

Deutsche Position im Oktober

Mit Blick auf mögliche Importbeschränkungen für chinesische Produkte kündigte Merz laut Golem eine deutsche Festlegung in den kommenden Wochen an. In der Europäischen Union werde auf eine klare deutsche Position gewartet. Diese Position soll im Oktober vorliegen.

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