Bund will laut Bericht dreistelligen Millionenbetrag in Industrie-KI mit Nvidia investieren

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Die Bundesregierung plant mit Nvidia eine Partnerschaft für künstliche Intelligenz in der Industrie. Staatliche Mittel sollen den Einsatz in Robotern und Fabriken unterstützen. Der Chipkonzern will dafür technische Unterstützung und Hardware bereitstellen.

Der Bund ist laut Handelsblatt bereit, einen dreistelligen Millionenbetrag zu investieren, berichtet ZDFheute am 17. Oktober 2026. Die Zeitung beruft sich auf Regierungskreise. Das Geld könne aus Mitteln stammen, die für die Hightech-Agenda des Bundes reserviert sind. Regierungskreise bestätigten ZDFheute die geplante Kooperation. Nvidia-Chef Jensen Huang sprach darüber am Freitagabend am Rande einer Produktpräsentation in Berlin.

Rechenkapazitäten bei der Deutschen Telekom

Die staatliche Anschubfinanzierung soll laut Handelsblatt unter anderem Rechenkapazitäten auf einer KI-Cloud der Deutschen Telekom finanzieren. Gemeint sind über eine Cloud bereitgestellte Rechenressourcen für künstliche Intelligenz. Nvidia wolle Ingenieure entsenden und Chips, also elektronische Rechenbausteine, liefern. Etwa ein Dutzend deutsche Unternehmen wollen sich dem Bericht zufolge beteiligen. Dazu gehören Siemens, die Volkswagen-Tochter Audi und die KI-Firma Black Forest Labs.

KI soll industrielle Anlagen steuern

Das Vorhaben soll die Grundlage für physische KI schaffen: Systeme, die mit der realen Welt interagieren. Dazu zählen Roboter, autonome Fahrzeuge und automatisierte Fabriken. Roboter und industrielle Anlagen sollen mithilfe spezieller KI-Modelle, also anhand von Daten trainierter Programme, trainiert und gesteuert werden. Huang zufolge arbeitet Nvidia bereits mit Unternehmen aus diesen Bereichen zusammen, darunter Mercedes. Deutschlands Industrie, Maschinenbau und Automobilbranche bieten nach seiner Einschätzung starke Voraussetzungen für solche Anwendungen.

Datenkontrolle soll in Deutschland bleiben

Für digitale Souveränität ist nach Huangs Darstellung entscheidend, wer Daten und Anwendungen kontrolliert, nicht die Herkunft der Hardware. Nvidia liefere die Computersysteme; die darauf betriebenen Anwendungen sollten in Deutschland bereitgestellt werden. Die offizielle Bekanntgabe der Kooperation ist laut ZDFheute beim Investitionsgipfel Invest in Germany in Berlin vorgesehen. Zum Auftakt am Montagabend mit Bundeskanzler Friedrich Merz wird auch Huang erwartet.

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