Bericht: NSA bereitet Anthropics Mythos trotz Bundesverbot für Cyberoperationen vor
Die US-Geheimdienstbehörde NSA soll Anthropics KI-Modell Mythos für Cyberoperationen vorbereiten, obwohl für den Anbieter laut früheren Berichten ein Bundesverbot gilt. Der Vorgang verschärft den Konflikt zwischen staatlicher Nutzung von Frontier-Modellen und den Einsatzgrenzen der Hersteller.
TechCrunch berichtete am 5. Juni 2026 unter Verweis auf die Financial Times, Anthropic habe rund ein halbes Dutzend Ingenieure zur National Security Agency entsandt. Die Mitarbeiter sollen der Behörde beim Einsatz von Mythos helfen, einem auf Cybersicherheit ausgerichteten Modell. Unklar blieb laut Bericht, ob die Ingenieure oder das Modell bereits aktiv in Hacking-Operationen eingesetzt werden. Weder die NSA noch Anthropic bestätigten den Vorgang. Ein NSA-Sprecher wollte den Bericht gegenüber TechCrunch weder bestätigen noch dementieren.
Bundesverbot und Ausnahmepraxis
Brisant ist der Vorgang wegen eines früheren Bundesverbots. TechCrunch verweist auf einen Axios-Bericht vom April 2026, wonach die NSA Mythos trotz eines Verbots für Anthropic-Technologie nutze. Hintergrund sei eine Entscheidung des US-Verteidigungsministeriums gewesen, Anthropic als „supply-chain risk“ einzustufen. Laut TechCrunch geschah das als Reaktion darauf, dass Anthropic eine Nutzung seiner Modelle für massenhafte inländische Überwachung und autonome Waffen nicht erlaubte. Damit steht nun die Frage im Raum, unter welchen Sonderregeln Sicherheitsbehörden auf gesperrte KI-Systeme zugreifen.
Die NSA ist in den USA für Signalaufklärung zuständig. Dazu zählen Abhörmaßnahmen, Zugriffe auf Unterseekabel und offensive Cyberangriffe gegen ausländische Gegner. Gerade für diese Aufgaben ist Mythos relevant. Anthropic hatte den Zugang zu dem Modell nach eigenen Angaben begrenzt, weil seine Fähigkeiten zum Auffinden von Schwachstellen und zur Durchführung von Hacks missbraucht werden könnten. Der Fall zeigt damit nicht nur einen Beschaffungskonflikt, sondern auch einen Zielkonflikt zwischen Modellschutz und Staatsinteressen.
Zugang zu Hochrisiko-Modellen
Der Bericht fällt in eine Phase wachsender staatlicher Nachfrage nach spezialisierten KI-Modellen für Cyberabwehr und Angriff. TechCrunch schreibt, Regierungen bemühten sich derzeit verstärkt um Zugang zu Mythos. Für Unternehmen ist das vor allem deshalb relevant, weil dieselben Modellklassen zunehmend in kommerzielle Sicherheitsprodukte, Copiloten und Entwicklerwerkzeuge einfließen. Wenn Anbieter den Zugang aus Sicherheitsgründen beschränken, betrifft das oft nicht nur Behörden, sondern auch Partner, Integratoren und Unternehmenskunden.
Keine Bestätigung von Anthropic
Anthropic reagierte laut TechCrunch nicht auf eine Anfrage. Die Financial Times hatte zuvor von etwa sechs entsandten Ingenieuren berichtet. Der TechCrunch-Bericht wurde am 5. Juni 2026 um 7:32 Uhr PDT veröffentlicht.
Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.