Bafin übernimmt ab 29. Juli 2026 die KI-Marktüberwachung im Finanzsektor
Die Bafin überwacht künftig KI-Systeme von Banken, Versicherern und anderen beaufsichtigten Finanzunternehmen. Mit dem Inkrafttreten des deutschen Durchführungsgesetzes zur EU-KI-Verordnung rückt damit auch der Einsatz von Chatbots und Hochrisiko-Systemen im Finanzsektor unter eine eigene Marktaufsicht.
Wie die Bafin am 29.07.2026 mitteilte, erweitert der deutsche Gesetzgeber das Mandat der Finanzaufsicht. Die Behörde übernimmt die Marktüberwachung für KI-Systeme, die in direktem Zusammenhang mit einer regulierten Finanztätigkeit stehen. Die neue Zuständigkeit gilt für Kreditinstitute, Versicherer und andere Finanzunternehmen unter Aufsicht der Bafin. Grundlage ist das Gesetz zur Durchführung der europäischen Verordnung über Künstliche Intelligenz, das am 29. Juli 2026 in Kraft getreten ist.
Chatbots rücken in den Fokus
Die Marktüberwachung umfasst laut Bafin-Themenseite zu KI unter anderem Transparenzpflichten für KI-Systeme, die unmittelbar mit Menschen interagieren. Genannt werden ausdrücklich Chatbots in der Kundenkommunikation. Zudem will die Behörde überwachen, ob die Regelungen der KI-Verordnung zu verbotenen KI-Praktiken eingehalten werden.
Bafin-Präsident Mark Branson erklärte: „Die KI-Verordnung ergänzt die bestehende Regulierung des Finanzmarktes.“ Zugleich solle sie einen Rahmen schaffen, „in dem Unternehmen Innovationen verantwortungsvoll vorantreiben können“. Die Behörde verknüpft das neue Mandat mit dem Schutz von Grundrechten und fairem Zugang zu Finanzdienstleistungen.
Hochrisiko-Systeme bei Kredit und Versicherung
Zur Marktüberwachung zählen auch Hochrisiko-KI-Systeme. Die Bafin nennt Systeme, die Banken in der Kreditwürdigkeitsprüfung einsetzen, sowie Anwendungen von Versicherern für die Risikobewertung in der Lebens- und Krankenversicherung. Mark Branson sagte dazu: „Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Grundrechte beim Einsatz von KI geschützt werden.“
Die Bafin will die Marktüberwachung für KI-Systeme eng mit ihrer laufenden Unternehmensaufsicht abstimmen. In der Mitteilung verweist die Behörde zudem auf ein Interview mit Jens Obermöller, Leiter der Abteilung Cyberrisiken und Technologie im Finanzsektor, zum künftigen Vorgehen der Aufsicht.
Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.