Anthropic stellt Standard für KI-Steuerung von Labor- und Fertigungsgeräten vor
Anthropic hat eine Forschungsvorschau für einen neuen Standard vorgestellt, mit dem KI-Systeme physische Geräte steuern sollen. Der Schritt zielt auf Labor- und Fertigungsumgebungen, in denen automatisierte Abläufe rund um die Uhr mit wenig menschlichem Eingriff laufen können.
Wie Reuters am 27. August 2026 berichtete, führte Anthropic am Donnerstag den Model Hardware Standard, kurz MHS, als Forschungsvorschau ein. Der Anbieter von Claude will damit KI-Systeme mit Labor- und Fertigungsgeräten verbinden. Genannt werden Mikroskope und Roboterarme sowie Aufgaben von routinemäßigen Experimenten in der Arzneimittelforschung bis zur Laserkalibrierung an einem Quantencomputer.
Geräte mit Programmierschnittstelle
Nach Angaben von Anthropic funktioniert der Standard auf jedem Gerät mit programmierbarer Schnittstelle. Geräte und KI-Systeme sollen dabei über Netzwerke miteinander kommunizieren können. Der Ansatz richtet sich laut Reuters an wissenschaftliche Forschung und fortgeschrittene Fertigung, in denen mehrere Instrumente gemeinsam komplexe Abläufe ausführen.
Anthropic verknüpft den Standard mit den Fähigkeiten sogenannter KI-Assistenten, die mehrstufige Aufgaben selbstständig abarbeiten. Forschende und Ingenieure sollen dadurch Arbeitsabläufe mit minimalem menschlichem Eingriff ausführen können. Reuters zufolge nennt der Anbieter dabei ausdrücklich autonome Abläufe über 24 Stunden.
Frühe Fassung mit Partnern
Eine frühe Version des MHS teilt Anthropic zunächst mit Partnern. Laut Reuters sollen so Sicherheitsprüfungen aufgebaut werden, bevor der Standard als quelloffene Technik veröffentlicht wird. Einen Termin für diesen Schritt nannte Anthropic am 27. August 2026 nicht.
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