Anthropic erweitert Claudes Wahlinformationen und Schutz vor Missbrauch

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Anthropic erweitert vor den US-Zwischenwahlen die Wahlinformationen seines KI-Assistenten Claude und verschärft Schutzmechanismen gegen politische Täuschung. Externe Prüfungen hatten Schwächen bei mehrstufigen Missbrauchsversuchen sowie unausgewogene Einschränkungen bei Antworten auf politische Anfragen aufgezeigt.

Am 14. Oktober 2026 kündigte Anthropic die Änderungen an. Noch im laufenden Monat soll Claude.ai für Nutzer in den USA offizielle Wahlinformationen von Democracy Works, dem Anbieter des überparteilichen Wahlportals TurboVote, direkt in Antworten einbinden. Die Organisation sammelt öffentlich verfügbare Angaben staatlicher und lokaler Wahlbehörden. Fragen nach Wahllokalen oder erforderlichen Ausweisdokumenten sollen dadurch bundesstaatsspezifische Antworten erhalten. Am Wahlabend und danach soll Claude außerdem aktuelle offizielle Stimmenstände und Wahlergebnisse anzeigen.

Prüfer fanden Lücken bei mehrstufigen Täuschungsversuchen

Das Institut für strategischen Dialog und das McCain-Institut prüften die Schutzmechanismen in den USA, Israel und Brasilien. Laut Anthropic verweigerte Claude einzelne schädliche Anfragen zuverlässig. Bei aufgeteilten Kampagnen erkannte das System die schädliche Absicht jedoch nicht immer. Die Prüfer zerlegten solche Vorhaben etwa in Zielgruppenrecherche, den Aufbau von Nachrichtenseiten sowie Texterstellung und Verbreitungsplanung. Jede Teilaufgabe konnte für sich harmlos erscheinen.

Anthropic ergänzte daraufhin automatische Erkennungssysteme für neue und mehrstufige Missbrauchsmuster. Diese sollen unter anderem gefälschte Konten in sozialen Netzwerken und täuschende Nachrichtenseiten für politische Diskussionen erkennen. Bestätigte Verstöße können zu Kontosperren führen. Solche Sperren verhängte der Anbieter bereits gegen ausländische Betreiber einer gefälschten Nachrichtenseite. Diese hatten Claude für Berichte über die US-Zwischenwahlen eingesetzt, die russische, iranische und nordkoreanische Sichtweisen begünstigten.

Externe Prüfungen zeigen unausgewogene Antworten

Die unabhängige Prüfgruppe Stiftung für amerikanische Innovation verglich Claudes Antworten auf inhaltlich entsprechende Anfragen aus dem linken und rechten politischen Spektrum. Dabei schwächte das ältere Claude-Sprachmodell Sonnet 4.5 Argumente für rechte Positionen häufiger ab. Die unabhängige Denkfabrik Zukunft der Meinungsfreiheit an der Vanderbilt-Universität und die Prüfgruppe Projekt für kollektive Intelligenz fanden zudem ungefragte Einschränkungen und Gegenargumente. Anthropic verbessert nach eigenen Angaben deshalb Antworten auf Ja-Nein-Fragen und kurze Anfragen sowie den Umgang mit solchen Zusätzen.

Wahlempfehlungen werden nur selten erfragt

Eine datenschutzschonende Auswertung von 250.000 US-Unterhaltungen von Privatnutzern auf Claude.ai vom 21. bis 27. September ordnete 5,75 Prozent politischen oder gesellschaftlichen Themen zu. Rund 0,51 Prozent betrafen konkret Wahlen oder die Stimmabgabe. Bitten um Wahlempfehlungen waren mit etwa 0,01 Prozent sehr selten.

Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.