Anthropic: Claude Mythos findet Schwachstellen in abgeschwächtem AES deutlich schneller
Anthropic meldet einen ungewöhnlichen Fortschritt in der Kryptografie. Claude Mythos Preview soll Schwachstellen in einer abgeschwächten Version von AES fast vollständig autonom gefunden haben. Für heute eingesetzte Verschlüsselung bestehe laut Bericht keine akute Gefahr, die Entwicklung gilt aber als Warnsignal.
Wie t3n am 16. August 2026 unter Verweis auf die New York Times berichtet, fand Claude Mythos Preview Schwachstellen in einer abgeschwächten AES-Version. AES wurde 2001 eingeführt und schützt heute Internetverbindungen, drahtlose Netzwerke und gespeicherte Daten. Die KI soll dabei 200- bis 1.000-mal schneller gewesen sein als menschliche Kryptografie-Expert:innen zuvor.
Abgeschwächter AES im Fokus
Betroffen war nicht die Vollversion von AES, die bei Online-Banktransaktionen, privater Kommunikation und der Übermittlung von Staatsgeheimnissen eingesetzt wird. Laut dem Bericht besteht für aktuell genutzte Verschlüsselungsalgorithmen deshalb keine akute Gefahr. Die langfristigen Auswirkungen auf traditionelle Schutzmaßnahmen im Internet könnten laut der von t3n zitierten New York Times jedoch erheblich sein.
Fast vollständig autonom
Anthropic-Forscher Nicholas Carlini beschrieb das Tempo der Entwicklung mit einem Vergleich zu 2025. „Aber jetzt betreiben sie modernste Forschung, die auf diesem Gebiet zuvor nicht entdeckt werden konnte“, sagte er laut t3n. Den Angriff auf den Verschlüsselungsstandard soll Mythos fast vollständig autonom entwickelt haben.
Im Anschluss arbeiteten zwei menschliche Forscher:innen fast einen Monat daran, die vorgeschlagene Methode zu überprüfen. Der Bericht datiert die Veröffentlichung auf den 16. August 2026.
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