Anthropic bringt Claude Mythos 5 in Claude Security und legt 35-Millionen-Fonds für Open-Source-Sicherheit auf

Anthropic bringt Claude Mythos 5 in Claude Security und legt 35-Millionen-Fonds für Open-Source-Sicherheit auf
Illustrationen erstellt mit KI-Bildgenerierung

Anthropic erweitert den Zugriff auf sein Cyberabwehr-Modell Claude Mythos 5. Seit dem 21. August 2026 läuft Claude Security damit für Unternehmenskunden, zugleich kündigte der Anbieter Integrationen in Partnerwerkzeuge und einen neuen Fonds für Open-Source-Sicherheit an.

Anthropic teilte am 21. August 2026 mit, dass Claude Mythos 5 nun in Claude Security verfügbar ist. Das Angebot befindet sich in öffentlicher Beta für Claude-Enterprise-Kunden. Scans mit Mythos 5 werden laut Anthropic als reguläre Token-Nutzung im bestehenden Tarif abgerechnet, ohne separates Zusatzpaket. Unternehmen können damit eigene Codebestände auf Schwachstellen prüfen und Korrekturvorschläge erzeugen lassen.

Scans mit menschlicher Freigabe

Über claude.ai/security lässt sich laut Anthropic ein Quellcode-Repository für die Prüfung mit Claude Mythos 5 auswählen. Das System liefert zu jedem Fund eine CWE-Kategorie, Vertrauens- und Schweregrad sowie einen vorgeschlagenen Fix. Die Umsetzung erfolgt anschließend in Claude Code im Web. Jede Korrektur muss nach Angaben des Anbieters vor der Übernahme von einem Menschen geprüft und freigegeben werden.

Anthropic begründet die Ausweitung mit einem begrenzten Zugriffsmodell. Anwender erhalten in Claude Security konkrete Ergebnisse wie Patches oder Warnhinweise, aber keinen direkten Zugriff auf das Modell selbst. Der Anbieter erklärte zudem, dass der Mythos-Scan keinen Mythos-Zugang in andere Oberflächen erweitert.

Partnerwerkzeuge statt Direktzugang

Neben Claude Security arbeitet Anthropic nach eigenen Angaben mit Technologie- und Dienstleistungspartnern daran, Claude Mythos 5 in bestehende Werkzeuge für Sicherheitsbetrieb, Vorfallreaktion, Bedrohungsanalyse und Erkennungstechnik einzubauen. Endnutzer sollen dabei nicht direkt mit Mythos arbeiten, sondern nur die für einen festgelegten Zweck erzeugten Ergebnisse erhalten. Für interessierte Anbieter von Sicherheitsprodukten bietet Anthropic auf der Ankündigungsseite eine Registrierung an.

35 Millionen Dollar für Open Source

Zusätzlich startet Anthropic den Defender Advantage Fund, kurz 0xDAF, mit 35 Millionen US-Dollar in Form von Claude-Guthaben. Das Programm soll Organisationen unterstützen, die Schwachstellen in Open-Source-Projekten beheben, das Scannen und Patchen automatisieren oder neue Sicherheitsansätze erproben. Anthropic verweist dabei auf Project Glasswing vom April und auf bereits geleistete direkte Spenden von 4 Millionen US-Dollar an Open-Source-Sicherheitsorganisationen. Erste Empfänger größerer Pilotförderungen will der Anbieter in den kommenden Wochen nennen.

Auch das Cyber Verification Program wird in den kommenden Wochen erweitert. Bisher gewährt es geprüften Organisationen reduzierte Schutzmechanismen bei Claude Opus und Sonnet; Mythos-Zugang soll folgen, erklärte Anthropic.

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