Amazon plant mehr als 16 Milliarden Euro für Deutschland – 4,8 Milliarden für AWS

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Amazon hat umfangreiche Investitionen in Deutschland angekündigt, darunter den Ausbau der Rechenzentren und KI-Infrastruktur seiner Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS). Cloud bezeichnet Rechenleistung und Speicher über das Internet. Das Vorhaben umfasst außerdem die Logistik. Parallel eröffnet der Konzern ein weiteres Forschungslabor in Berlin.

Amazon plant für 2027 Investitionen von mehr als 16 Milliarden Euro in Deutschland. Das kündigte der Konzern am 20. Oktober 2026 beim Investitionsgipfel der Bundesregierung in Berlin an. David Zapolsky, bei Amazon für globale Angelegenheiten und Recht zuständig, stellte die Pläne vor. Seit 2010 investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits mehr als 100 Milliarden Euro in Deutschland.

Milliarden für die AWS-Infrastruktur

Vom angekündigten Gesamtbetrag entfallen 4,8 Milliarden Euro auf den Ausbau der AWS Europa (Frankfurt) Region. Damit will AWS die Nachfrage nach Cloud- und KI-Diensten bedienen. Seit dem Start der Region im Oktober 2014 investierte Amazon einen zweistelligen Milliardenbetrag in diese Infrastruktur. Die AWS European Sovereign Cloud, ein auf digitale Souveränität ausgerichtetes Cloud-Angebot, ist seit Januar 2026 in Deutschland allgemein verfügbar.

Robotikforschung und modernisierte Logistikzentren

Amazon eröffnet derzeit sein zweites Berliner Forschungslabor für Robotik und künstliche Intelligenz. Dort soll die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Technik weiterentwickelt werden. Das Unternehmen verbindet damit schnellere, verlässlichere Bestellungen und Unterstützung für Beschäftigte. Am Standort entstehen spezialisierte Stellen für Wissenschaftler sowie Hardware-, Software- und Systemingenieure im Bereich Robotik.

Auch im Logistiknetzwerk investiert Amazon in Robotik und weitere Technologien. Die Modernisierungen in Bad Hersfeld, Dortmund und Werne sollen im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Bereits angekündigte Logistikprojekte schaffen nach Unternehmensangaben mehr als 3.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Die Modernisierungsarbeiten in Koblenz, Pforzheim und Rheinberg werden bis ins Jahr 2028 fortgesetzt.

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