USA und China vereinbaren formellen Dialog über KI-Sicherheitsvorfälle
Die USA und China richten einen formellen Dialog über KI-Gefahren ein. Hochrangige Vertreter beider Staaten wollen zudem Kommunikationsregeln für Sicherheitsvorfälle und außer Kontrolle geratene KI-Systeme vereinbaren.
Das nächste Treffen soll in etwa zwei Monaten im chinesischen Shenzhen stattfinden. Das sagte US-Finanzminister Scott Bessent am 21. September 2026 gegenüber CNBC, wie Reuters berichtet. Bessent hatte am Sonntag mit Chinas Vizepremier He Lifeng gesprochen. Beide Seiten vereinbarten dabei einen formalisierten KI-Dialog.
Direktverbindung für Sicherheitsvorfälle
Der Dialog soll eine direkte Verbindung für Mitteilungen über KI-Sicherheitsvorfälle umfassen. Beide Staaten wollen außerdem gemeinsame Kommunikationsprotokolle erörtern. Als führende Gefahren nannte Bessent unkontrollierbare automatisierte KI-Systeme, die eigenständig Aufgaben ausführen, sowie nichtstaatliche Akteure. Dazu zählte er auch Gruppen, die Cyberangriffe ausführen.
Haftung für KI-Entwickler
Bessent forderte erneut, Entwickler für ihre KI-Systeme haftbar zu machen. Das gelte auch für unkontrollierte Hackerangriffe durch automatisierte Systeme. Als Beispiel verwies er auf einen Vorfall bei Hugging Face, einer Plattform für quelloffene KI-Werkzeuge. Die Verantwortung liege nach seiner Darstellung beim Management von OpenAI und nicht bei den eingesetzten Systemen.
Handelsfrist endet im November
Beide Seiten besprachen außerdem die amerikanisch-chinesische Handelspause. Sie begrenzt die gegenseitigen Zölle und endet am 10. November 2026. Eine Verlängerung der Frist vereinbarten die Gesprächspartner laut Bessent nicht ausdrücklich.
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