Studie: Fünf KI-Dienste geben Links zu Chatverläufen an Datentracker weiter
Das IMDEA-Institut für Netzwerke hat die Datenweitergabe verbreiteter KI-Dienste untersucht. Die Ergebnisse betreffen neben Nutzungsdaten auch Gesprächsinhalte und persönliche Kennungen. Kostenpflichtige Abonnements begrenzen die erfasste Weitergabe demnach kaum.
Die Untersuchung umfasst neun KI-Chatbots: ChatGPT, Claude, Gemini, Grok, DeepSeek, Perplexity, Le Chat, Meta AI und MS Copilot. Alle untersuchten Angebote geben laut den Forschern Nutzerdaten an Dritte weiter. Dazu gehören Werbetracker, die Nutzer für Werbezwecke erfassen, und externe Dienstleister, deren Aufgaben sich teilweise überschneiden. Die Arbeit ist bislang ein ungeprüfter Vorabdruck, berichtet heise online.
Dauerhafte Links öffnen Chatverläufe
Fünf untersuchte Dienste übermitteln beim Browserzugriff dauerhafte Links zu Unterhaltungen an Datentracker, also Dienste zur Erfassung von Nutzerdaten. Ohne Zugangsbeschränkungen könnten Empfänger darüber auf die Gesprächsinhalte zugreifen. Bei 40 Prozent dieser Fälle ließ sich die Übermittlung durch Ablehnen nicht notwendiger Cookies verhindern. Bei den übrigen 60 Prozent gelang das nicht. Die Forscher platzierten außerdem spezielle Testadressen in Gesprächen, die Zugriffe melden. Bei mehreren Diensten lösten diese beim Teilen aus. Bei Grok lösten sie auch später wiederholt aus, was mutmaßlich auf weitere Zugriffe durch Externe hindeutet.
Gesprächsinhalte mit persönlichen Kennungen
Laut Untersuchung teilen 33,3 Prozent der Dienste automatisch erzeugte Gesprächszusammenfassungen mit Werbepartnern. Diese enthielten teilweise sensible Angaben, etwa zu gesundheitlichen Beschwerden oder finanziellen Verhältnissen. Einzelne Dienste übermittelten außerdem den Standort. Häufig wurden solche Informationen gemeinsam mit E-Mail-Adressen und dauerhaften Nutzerkennungen weitergegeben, auch im privaten Browsermodus. Diese Kennungen erlauben eine plattformübergreifende Zuordnung. Der Datenhändler LiveRamp, der Nutzer über Plattformen hinweg identifiziert, verwendet beispielsweise RampID, eine pseudonyme Kennung zur Wiedererkennung von Nutzern, in der Zusammenarbeit mit OpenAI, um ChatGPT-Nutzer für gezielte Werbung zu identifizieren.
Cookie-Ablehnung stoppt Erfassung kaum
Nach dem Ablehnen nicht notwendiger Cookies blieben laut Studie 80,8 Prozent der Drittanbieter-Tracker aktiv. Manche Dienste aktivierten zusätzliche Tracker, wenn Nutzer sämtliche Cookies akzeptierten. Kostenlose und zahlende Kunden werden weitgehend von denselben Drittanbietern erfasst. Insgesamt identifizierten die Forscher 44 Tracking- oder Werbedienstleister; deren Zusammensetzung variierte zwischen Testläufen. Google-Tracker waren über alle untersuchten Angebote hinweg am stärksten verbreitet, gefolgt von bekannten Datentrackern wie Sentry, Meta, Datadog und Intercom.
Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.