Snowflake nimmt Kimi K3 in Cortex AI auf
Snowflake stellt das offene Modell Kimi K3 in Cortex AI bereit. Unternehmen können es für Programmierung und Forschung erproben, ohne eine eigene Infrastruktur für die Ausführung einzurichten.
Die am 24. September 2026 angekündigte Privatvorschau unterstützt zunächst Cortex AI Functions und Cortex Inference. Funktionen für Snowflake CoCo, Snowflake CoWork und Cortex Agents sollen später folgen. Einen Termin nannte Snowflake nicht.
2,8 Billionen Parameter
Kimi K3 stammt von Moonshot AI und besitzt offen verfügbare Modellgewichte. Das Modell umfasst 2,8 Billionen Parameter, also intern gelernte Rechengrößen. Für jede verarbeitete Texteinheit aktiviert es 16 von 896 spezialisierten Teilmodellen. Dieses Konzept wird als Expertengemisch-Architektur bezeichnet. Moonshot beziffert die Skalierungseffizienz gegenüber Kimi K2 auf das 2,5-Fache.
Moonshot erprobte Kimi K3 bei mehrstufigen Aufgaben. Das Modell erstellte selbstständig einen funktionsfähigen GPU-Compiler, ein Programm, das Software für Grafikprozessoren übersetzt, und reproduzierte komplexe Forschung aus der Astrophysik innerhalb von 2 Stunden. Zudem bearbeitete es große Programmsammlungen über mehrere Tage. Snowflake nennt dafür Programmierung auf Projektebene, Forschungszusammenfassungen und analytische Arbeitsabläufe als Einsatzfelder. Weitere Ergebnisse enthält die veröffentlichte Auswertungstabelle.
Zugriff über SQL und API
Cortex AI Functions bindet Modellaufrufe direkt in SQL ein, eine Sprache für Datenbankabfragen. Analysten können mit AI_COMPLETE Dokumente zusammenfassen oder Forschungsnotizen vergleichen. Entwickler erreichen Kimi K3 außerdem über Snowflakes Cortex REST API. Das Modell unterstützt dabei das Chat-Completions-Anfrageformat, das mit der OpenAI-Programmierschnittstelle kompatibel ist, sowie das OpenAI SDK, eine Programmierbibliothek von OpenAI für den Zugriff auf Sprachmodelle.
Nach Angaben von Snowflake läuft die gesamte Modellausführung innerhalb der Snowflake-Umgebung. Daten verbleiben dadurch innerhalb der dort festgelegten Verwaltungsgrenzen. Die Privatvorschau erspart Unternehmen eine getrennte Bereitstellung der Infrastruktur. Als Modellkennung dient kimi-k3.
Neue Sitzungen empfohlen
Snowflake empfiehlt für Kimi K3 jeweils eine neue Sitzung. Ein Wechsel aus einer laufenden Unterhaltung mit einem anderen Modell kann die Ausgabequalität verschlechtern. Kimi K3 kann bei kleineren Problemen selbstständig handeln, statt Rückfragen zu stellen. Snowflake rät deshalb zu eindeutigen Einschränkungen und passenden Freigaberechten.
Moonshot bewertet die allgemeine Nutzererfahrung weiterhin schwächer als bei Claude Fable 5 und GPT 5.6 Sol. Snowflake beschreibt Kimi K3 daher als prüfbare offene Alternative, nicht als Ersatz für jede Aufgabe.
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