Roche baut autonome KI-Labore für die Arzneimittelforschung
Roche baut autonome, KI-gesteuerte Labore für die Arzneimittelforschung. Der Schweizer Pharmakonzern will damit Forschung und Entwicklung beschleunigen und künstliche Intelligenz stärker in Entscheidungen über neue Wirkstoffe einbinden.
Roche stellte die Pläne am 28. September 2026 auf seinem Investorentag vor. Der Konzern habe kürzlich mit dem Aufbau autonomer KI-Labore begonnen, berichtete Reuters unter Berufung auf Genentech-Forschungschefin Aviv Regev. Roche strebt demnach Unabhängigkeit bei künstlicher Intelligenz in Forschung und Entwicklung an.
KI prägt Forschungsentscheidungen
Zwischen dem vierten Quartal 2025 und dem zweiten Quartal 2026 hatten 40 Prozent der Entscheidungen zur Wirkstoffentwicklung einen erfassten KI- oder Rechenbeitrag. Das Roche-Werkzeug Target Nexus, ein KI-System zur Unterstützung von Forschungsentscheidungen, soll bis Ende 2026 an 80 Prozent der Entscheidungen zum Forschungsportfolio mitwirken.
Roche eröffnete zudem kürzlich sein Innovationszentrum in Boston. Das Zentrum befasst sich teilweise mit Anwendungen künstlicher Intelligenz und maschinellen Lernens in der Arzneimittelentwicklung. Maschinelles Lernen bezeichnet Verfahren, die Muster aus Daten ableiten.
20 neue Wirkstoffe bis 2030
Bis 2030 will Roche bis zu 20 neue molekulare Wirkstoffe auf den Markt bringen. Die Erfolgsquote in Phase III stieg im bisherigen Jahr 2026 auf mehr als 80 Prozent. Im Jahr 2025 hatte sie 65 Prozent betragen.
Rund 2 Milliarden Schweizer Franken aus Einsparungen bei Forschung und Entwicklung sollen bis 2026 in Programme und Produktivitätsmaßnahmen fließen. Der Betrag entspricht laut Reuters 2,41 Milliarden US-Dollar.
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