Postbank-Digitalstudie 2026: In 65 Prozent der Familien fehlen Handy-Zeitlimits
Eine repräsentative Umfrage zeigt einen auffällig lockeren Umgang mit dem Digitalkonsum von Kindern in Deutschland. In vielen Familien fehlen Zeitlimits und Kontrollen, obwohl zugleich eine große Mehrheit strengere Altersgrenzen für soziale Netzwerke fordert.
Laut der bei heise online veröffentlichten dpa-Meldung wurden für die „Postbank Digitalstudie 2026“ im Mai mehr als 3.000 Menschen in Deutschland befragt, darunter 732 Personen mit Kindern im Haushalt. In 65 Prozent der Haushalte gibt es demnach keinerlei zeitliche Beschränkungen für die tägliche Handynutzung. In zwei Dritteln der Familien existiert zudem kein Handyverbot vor dem Schlafengehen.
Kaum Regeln für Social Media
Besonders locker fällt der Umgang mit Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube aus. In 57 Prozent der Familien fehlen klare Regeln zur Social-Media-Nutzung durch Minderjährige völlig, berichtet heise online. Vor allem bei Erziehungsberechtigten ab 40 Jahren wird wenig kontrolliert: 61 Prozent in dieser Altersgruppe überprüfen Inhalte und Aktivitäten ihrer Kinder im Netz nicht oder nur sehr unregelmäßig.
Gleichzeitig verbringen viele Minderjährige laut Angaben der Eltern täglich viel Zeit in sozialen Netzwerken. Fast die Hälfte, konkret 47 Prozent der unter 18-Jährigen, nutzt diese Angebote jeden Tag länger als eine Stunde.
Breite Mehrheit für Altersgrenzen
Trotz der lockeren Praxis befürworten 86 Prozent der Befragten eine Altersbeschränkung für Social Media. Lediglich 14 Prozent halten eine solche Begrenzung für unsinnig. 44 Prozent sagen, dass soziale Medien wie TikTok, YouTube oder Instagram erst ab 16 Jahren oder älter erlaubt sein sollen. 27 Prozent würden die Nutzung bereits ab 14 bis 15 Jahren gestatten.
Die Befragung für die „Postbank Digitalstudie 2026“ fand im Mai 2026 statt.
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