NADI und SPRIND investieren 40 Millionen Euro in KI-Chipdesign

NADI und SPRIND investieren 40 Millionen Euro in KI-Chipdesign
Illustration erstellt mit KI-Bildgenerierung

Die Innovationsagenturen NADI und SPRIND fördern gemeinsam neue Verfahren für den Entwurf von KI-Chips. Kleine Entwicklungsteams sollen künstliche Intelligenz einsetzen und Europas Abhängigkeit von amerikanischem Fachwissen verringern.

Beide Agenturen stellen dafür über 20 Monate insgesamt 40 Millionen Euro bereit. Das berichtete Reuters am 23. September 2026. Die geförderten Teams sollen Chips für das Training und die Ausführung, also das Anwenden bereits trainierter KI-Modelle, entwickeln.

NADI startet mit 500 Millionen Euro

Die Niederlande gründeten die Nationale Agentur für disruptive Innovation, kurz NADI, im September 2026. Der Staat stattete sie mit 500 Millionen Euro aus. Sie ist das niederländische Gegenstück zur US-Agentur für fortgeschrittene Forschungsprojekte im Verteidigungsbereich DARPA. Ministerpräsident Rob Jetten unterstützt NADI als Vorhaben seiner Wettbewerbsarbeitsgruppe. Diese entstand nach seinem Amtsantritt im Februar.

NADI-Mitgründer Jelle Prins begründete den Schwerpunkt mit dem Halbleiterumfeld des niederländischen Anlagenbauers ASML. Hinzu kämen deutsche Stärken in Forschung und Fertigung. Deutschlands Partneragentur SPRIND besteht seit 2019.

Entwurfszeiten von mehreren Jahren

Jano Costard, bei SPRIND für Herausforderungen zuständig, beschrieb gegenüber Reuters eine angestrebte Beschleunigung um mehrere Größenordnungen. Der heutige Entwurf von Chips dauere mehrere Jahre.

Frankreich gründete seine Verteidigungsinnovationsagentur AID bereits 2018. Großbritannien folgte 2023 mit ARIA.

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