Microsoft baut Copilot mit Home, Code und Autopilot um
Microsoft erweitert Copilot um Home, Code und Autopilot. Die neue Struktur verbindet Office-Dokumente, selbst erstellte Anwendungen und dauerhaft laufende Automatisierungen. Unternehmen erhalten zugleich neue Funktionen zur Kostenkontrolle.
Microsoft stellte den neuen Copiloten am 25. September 2026 im offiziellen Unternehmensblog vor. Home und Code starten in den kommenden Wochen im Frontier-Programm, Microsofts Vorabtestprogramm für Unternehmenskunden. Autopilot erweitert Microsoft Ende September als geschlossene Vorschau.
Office-Arbeit beginnt in Home
Home führt Chat und Cowork an einem Ausgangspunkt zusammen. Cowork bearbeitet delegierte Aufgaben vollständig, darunter Ausschreibungsantworten, Kundenunterlagen und Finanzabschlusspakete. Office in Copilot integriert Word, Excel und PowerPoint. Anwender können bearbeitbare Dokumente, Tabellen und Präsentationen erstellen oder bestehende Dateien fortsetzen.
PowerPoint hält Präsentationen automatisch an Markenvorgaben und unterstützt eigene Vorlagen. Excel zeigt Änderungen durch Copilot oder andere Bearbeiter samt Begründung. Microsoft 365 erhält zudem wiederverwendbare, rollenspezifische Arbeitsabläufe. Microsoft nennt Finanzfunktionen in Excel und Rechtsfunktionen in Word als Beispiele.
Code erstellt interne Anwendungen
Code erzeugt Anwendungen, Übersichten, Automatisierungen und Arbeitsabläufe aus natürlichsprachlichen Beschreibungen. Die zugrunde liegende Technik stammt von GitHub Copilot. Ausführungen erfolgen in einer abgeschotteten Umgebung innerhalb des Microsoft-365-Mandanten. Code erreicht Frontier Ende September und später 2026 Microsoft 365 Premium und Pro als Vorschau.
Microsoft Copilot Managed Runtime stellt dafür verwaltete Hosting-Infrastruktur bereit. Die IT steuert Anwendungen, Datenverbindungen und Freigaben. Die Vorschau ist bereits verfügbar. Die Grundlage unterstützt außerdem Cowork, Copilot Studio sowie Entwicklungen externer Anbieter und professioneller Programmierer.
Autopilot arbeitet dauerhaft weiter
Autopilot hieß zuvor Scout und erhält eine eigene Identität, Erinnerung, Arbeitsumgebung und einen virtuellen Computer. Das System verfolgt Kanäle, bearbeitet wiederkehrende Aufgaben und setzt Projekte nach mehreren Tagen fort. Es arbeitet cloudbasiert in Teams, Outlook, Chats, Kanälen und Dokumenten.
Microsoft erweitert zugleich den Geschäftskontext von Copilot. Grundlage ist Microsoft IQ, Microsofts einheitliche Intelligenzplattform für Unternehmens-KI. Fabric IQ, Microsofts Plattform zur Einbindung von Geschäftsdaten, bindet mehr als 20 Millionen semantische Modelle aus Power BI ein. Chat und Cowork nutzen diese Daten bereits allgemein. Die Integration in Code soll bald über das Frontier-Programm folgen. Dynamics 365 und Power Platform folgen innerhalb eines Monats als öffentliche Vorschau.
Nutzungsabhängige Kosten für Automatisierung
Die Nutzerlizenz deckt Chat sowie Copilot in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams zum Festpreis ab. Cowork, Code, Autopilot sowie die Modelle Astra und Fable werden nutzungsabhängig abgerechnet. Administratoren können Modellfamilien, Ausgabenregeln und Genehmigungsabläufe zentral festlegen.
Agent 365 erweitert seine Kostenverwaltung auf Code und Copilot Managed Runtime. Unterstützung für Systeme aus Microsoft Copilot Studio ist für Oktober 2026 geplant. Nutzer sehen verbrauchte Guthaben, Restbestände und den bisherigen Verbrauch direkt in Microsoft Copilot.
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