Meta will überschüssige KI-Rechenleistung als Cloud-Angebot verkaufen

Meta will überschüssige KI-Rechenleistung als Cloud-Angebot verkaufen
Illustrationen erstellt mit KI-Bildgenerierung

Meta arbeitet am Aufbau eines neuen Cloud-Geschäfts und will überschüssige KI-Rechenleistung an externe Kunden verkaufen. Damit sucht der Konzern zusätzliche Erlöse für seine milliardenschweren Infrastrukturinvestitionen und stößt in einen Markt vor, der bislang vor allem von großen Cloud-Anbietern wie Amazon, Microsoft und Google geprägt wird.

Die Meta-Aktie legte am Mittwoch um 10 Prozent zu, nachdem CNBC über die Pläne berichtet hatte. Dem Bericht zufolge will Meta ungenutzte Rechenkapazitäten extern vermarkten. CNBC berief sich dabei auf einen zuvor von Bloomberg veröffentlichten Bericht. Ein Sprecher von Meta reagierte laut CNBC zunächst nicht auf eine Anfrage.

Hohe Ausgaben für Rechenzentren und GPUs

Meta hatte Investoren im April mitgeteilt, in diesem Jahr bis zu 145 Milliarden US-Dollar an Investitionsausgaben einzuplanen. Das Geld fließt in Rechenzentren und in Graphics Processing Units, die für das Training von KI-Modellen und andere rechenintensive Anwendungen benötigt werden. Mit einem Cloud-Angebot könnte Meta Teile dieser Kapazität zu Geld machen, wenn sie intern nicht vollständig ausgelastet ist.

Offen ist dem Bericht zufolge noch, wie genau das Angebot ausgestaltet werden soll. Unklar ist etwa, ob Meta gehostete KI-Modelle über die eigene Infrastruktur anbietet oder primär den Zugang zu reiner Rechenleistung verkauft. In beiden Fällen würde das Unternehmen auf einen Markt zielen, in dem Rechenkapazität seit dem Start von ChatGPT im Jahr 2022 stark gefragt ist.

Vorstoß in den Cloud-Markt

Mit dem Schritt würde Meta in direkte Konkurrenz zu etablierten Cloud-Anbietern treten. Für Unternehmen, die externe GPU-Kapazität benötigen, könnte sich damit das Angebot an möglichen Partnern erweitern. Laut CNBC gerieten nach dem Bericht auch die Aktien von CoreWeave und Nebius Group unter Druck.

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