MAD prüft Bundeswehrbewerber mit KI auf Rechtsextremismus
Der Militärische Abschirmdienst (MAD), der Militärgeheimdienst der Bundeswehr, setzt künstliche Intelligenz ein, um Bundeswehrbewerber im Internet auf Hinweise auf Rechtsextremismus zu überprüfen. Die Software automatisiert bisher manuelle Recherchen und sucht auch anhand eingereichter Passfotos nach weiteren Nutzerkonten.
Das berichtet nd-aktuell am 6. Oktober 2026 unter Berufung auf den Spiegel. Demnach läuft die unterstützte Verfassungstreueprüfung, kurz uVTP, seit Anfang Juli. Der MAD entwickelte die Software mit einem nicht genannten deutschen KI-Unternehmen. Sie kam bereits bei mehreren Zehntausend Bewerbern zum Einsatz. Eine niedrige dreistellige Zahl wurde dem Bericht zufolge aufgrund eindeutiger Erkenntnisse aussortiert.
Benutzernamen und Kontakte im Blick
Grundlage ist das im Januar beschlossene Gesetz zur Stärkung des personellen Schutzes in der Bundeswehr. Bewerber müssen im Verfahren ihre Benutzernamen mitteilen. Die Suche soll insbesondere Instagram, Facebook und Telegram erfassen. Die KI analysiert, welchen Personen und Gruppen Bewerber folgen und welche Kommentare sie hinterlassen. Der Kriterienkatalog umfasst dem Bericht zufolge rechtsextreme Symbole, Tattoos, bestimmte Skinhead-Erscheinungsbilder und Verbindungen zu einschlägigen Motorradclubs.
Zu den gesuchten Codes der rechtsextremen Szene gehören die Zahlen 88 und 18 sowie ein doppelter Blitz. Gefundene Auffälligkeiten fasst die Software für die zuständigen MAD-Sachbearbeiter in einem Dossier zusammen. Diese prüfen anschließend den jeweiligen Fall. Laut Spiegel soll das Verfahren höchstens zwei Wochen dauern. Manuelle Einstellungsüberprüfungen beanspruchten in Verdachtsfällen bislang teilweise mehrere Monate.
Reservisten sollen regelmäßig überprüft werden
Nach dem von nd-aktuell wiedergegebenen Spiegel-Bericht sollen künftig auch Reservisten regelmäßig überprüft werden. Hinweise auf extreme Gesinnung oder fehlende Verfassungstreue sollen ihre Heranziehung zu Übungen verhindern. Parallel debattiert der Bundestag im Rahmen eines Sicherheitspakets über weitere Befugnisse. Neben Kriminalämtern und Bundespolizei sollen Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst Bilddaten im Internet biometrisch abgleichen dürfen, also anhand körperlicher Merkmale zuordnen.
Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.