KI-Risiken: Bankenaufsicht verschärft Prüfungen, EZB setzt Frist bis Ende Oktober
Bankenaufseher in den USA und Europa verstärken ihre Prüfungen zum Einsatz künstlicher Intelligenz. Im Mittelpunkt stehen die Kontrolle autonomer Systeme und die Wiederherstellung nach Cyberangriffen.
Das berichtete Reuters am 13. Oktober 2026 unter Berufung auf sechs mit den Vorgängen vertraute Personen. Die US-Notenbank Federal Reserve und zwei weitere Aufsichtsbehörden befragen große, mittelgroße und kleinere Banken zu fortgeschrittenen KI-Modellen. Dabei prüfen die Behörden auch den Einsatz chinesischer Technik. Nach Angaben der Gesprächspartner sammeln die Aufseher zunächst Informationen, statt bereits konkrete Vorgaben zu machen.
Kontrolle über autonome KI-Systeme
Die US-Bankenaufsichtsbehörde OCC und die US-Einlagensicherung FDIC untersuchen insbesondere automatisierte Systeme, die Aufgaben mit geringer menschlicher Aufsicht erledigen. Ihre Fragen betreffen das Erkennen, Priorisieren und Abwehren von Cyberbedrohungen. Laut Reuters wollen die Behörden wissen, welche Grenzen Banken setzen und wie sie Entscheidungen überwachen, genehmigen und nachvollziehen. Weitere Fragen betreffen menschliche Beteiligung bei wichtigen Entscheidungen, Schutz vor Kompetenzüberschreitungen und Möglichkeiten zum Abschalten der Systeme.
Der Cybersicherheitsanbieter CrowdStrike berichtete im Oktober über einen mutmaßlich KI-gestützten Angriff auf südkoreanische Banken. Eine Person in China habe wahrscheinlich einen dort entwickelten KI-Assistenten und Claude Code, ein KI-Programmierwerkzeug des Unternehmens Anthropic, eingesetzt. Michael Woodbridge, Cybersicherheitspartner bei der Beratungsgesellschaft Grant Thornton in London, erklärte Reuters, die KI-Einführung überhole häufig den Aufbau entsprechender Kontrollen. Der Internationale Währungsfonds warnte laut dem Reuters-Bericht zudem, ein schwerer Angriff auf kritische Dienste oder Finanzinstitute könne das Vertrauen untergraben.
Wiederanlauf unabhängig von Hauptsystemen
Britische Aufseher ermutigen laut Reuters die größten Banken, vollständig unabhängige Wiederherstellungssysteme zu prüfen. Diese sollen einspringen, wenn die primären Betriebssysteme kompromittiert sind. Aufbau und Betrieb seien allerdings teuer, erklärten zwei Gesprächspartner. Die britischen Behörden wollten mit der Branche zusammenarbeiten, statt neue Anforderungen einzuführen. Banken im Euroraum sollen außerdem ihre KI-Nutzung und die ihrer Dienstleister erfassen, um Abhängigkeiten zu erkennen und Systeme kontrolliert abschalten und neu starten zu können.
Sukand Ramachandran von der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) betonte gegenüber Reuters die Bedeutung schneller Wiederherstellung neben der Angriffsprävention. Ohne separat gespeicherte, sichere Kopien wichtiger Daten könne ein schwerer Angriff Kontozugänge blockieren und Zahlungen beeinträchtigen. Die Europäische Zentralbank hatte Banken bereits im Juli aufgefordert, Pläne gegen KI-gestützte Cyberbedrohungen vorzulegen. Dazu gehören verbesserte Datensicherungen und Wiederherstellungsverfahren.
Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.