Großbritannien und USA planen neue Partnerschaft für KI in der Verteidigung

Großbritannien und USA planen neue Partnerschaft für KI in der Verteidigung
Illustrationen erstellt mit KI-Bildgenerierung

Großbritannien und die USA wollen künstliche Intelligenz gemeinsam für Verteidigungsaufgaben und den Schutz kritischer Infrastruktur nutzen. Der britische Premierminister Andy Burnham will die Partnerschaft bei der UN-Generalversammlung in New York ankündigen.

Burnham werde die Vereinbarung am Dienstag vorstellen, berichtete Reuters am 21. September 2026. Bei seinem ersten multinationalen Treffen als Premierminister werde er auch US-Präsident Donald Trump treffen. In seiner Rede wolle Burnham zudem für eine stärkere internationale Zusammenarbeit beim Einsatz von KI für mehr Sicherheit und zur Senkung des Drucks durch hohe Lebenshaltungskosten werben.

Behörden sollen ihre KI-Fähigkeiten abstimmen

Auf britischer Seite soll die Arbeitsgruppe für die schnelle Einführung künstlicher Intelligenz im Verteidigungsbereich beteiligt sein. Ihr Partner ist die KI-Abteilung des US-Kriegsministeriums.

Die beteiligten Stellen wollen vertrauenswürdige und untereinander kompatible Fähigkeiten schneller bereitstellen. Diese sollen der Abschreckung dienen, Bedrohungen erkennbar machen und den Schutz kritischer nationaler Infrastruktur verbessern. Die Zusammenarbeit erstrecke sich nach Angaben von Reuters unter anderem auf Seewege und den Luftraum.

Großbritannien prüft leistungsfähige KI-Modelle

Großbritannien verfügt hinter den USA und China über den weltweit drittgrößten Markt für künstliche Intelligenz. Nach ersten Anzeichen trägt die Technik dort zur Belebung der stagnierenden Wirtschaft bei. Zugleich wachsen die Bedenken, dass die Sicherheitsmaßnahmen nicht mit der Entwicklung immer leistungsfähigerer Systeme Schritt halten.

Eine zentrale Rolle spielt das britische Institut für KI-Sicherheit, eine staatliche Einrichtung zur Prüfung der Sicherheit künstlicher Intelligenz. Es untersucht die neuesten und fortschrittlichsten KI-Modelle, bewertet ihre Fähigkeiten und prüft Möglichkeiten des Missbrauchs. Das Institut entstand, nachdem Großbritannien 2023 den ersten weltweiten Gipfel zur KI-Sicherheit ausgerichtet hatte.

Anthropic habe sein jüngstes Modell dem Institut Berichten zufolge jedoch nicht zur Verfügung gestellt. Dies habe Zweifel daran verstärkt, ob der auf freiwilliger Zusammenarbeit beruhende britische Ansatz ausreiche, um wachsenden KI-Risiken zu begegnen.

KI soll Thema beim nächsten G20-Treffen werden

Burnham will Großbritanniens G20-Gastgeberschaft im kommenden Jahr dazu nutzen, globale Herausforderungen durch künstliche Intelligenz zu behandeln. Das Treffen soll im November in Manchester stattfinden. Die Stadt liegt im Nordwesten Englands in jener Region, deren Bürgermeister Burnham zuvor war.

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