GPT-6.1 Sol nähert sich Astra bei deutlich geringeren Kosten

GPT-6.1 Sol nähert sich Astra bei deutlich geringeren Kosten
Illustration erstellt mit KI-Bildgenerierung

OpenAI hat GPT-6.1 Sol als Aktualisierung von GPT-6 Sol vorgestellt. Das Modell nähert sich GPT-6 Astra bei selbstständiger Programmierung, Computernutzung und beruflichen Aufgaben an und erreicht dort eine vergleichbare Leistung bei Kosten von etwa einem Fünftel der regulären Astra-Preise für Eingabe- und Ausgabetoken.

Nach den Angaben von OpenAI zu GPT-6.1 Sol kosten zwischengespeicherte Eingaben 0,10 US-Dollar je Million Token, also Texteinheiten, in die KI-Modelle Text zerlegen. Das sind 95 Prozent weniger als bei regulären Eingaben und 50 Prozent weniger als für zwischengespeicherte Eingaben bei GPT-6 Sol. Die günstigere Wiederverwendung bereits übermittelter Zusammenhänge soll Entwicklern mehr Spielraum für leistungsfähige KI-Assistenten geben.

Fortschritte bei anspruchsvollen Programmieraufgaben

Der Test DeepSWE v1.1 bewertet komplexe Aufgaben der Softwareentwicklung in echten Codebeständen, also bestehenden Softwareprojekten. GPT-6.1 Sol erreicht darin laut OpenAI das Niveau von GPT-6 Astra bei ungefähr einem Fünftel der Kosten. Zugleich übertrifft das Modell den besten Wert von GPT-6 Sol um 6,4 Prozentpunkte, obwohl es mit geringerem Schlussfolgerungsaufwand, also weniger Rechenaufwand für logisches Denken, und niedrigeren Kosten arbeitet.

Auch bei der Auswertung komplexer Dokumente legt das Modell zu. GDP.pdf prüft, wie genau Modelle berufliche Fragen anhand von PDF-Dokumenten mit Tabellen, Schaubildern, Diagrammen und kleingedruckten Angaben beantworten. GPT-6.1 Sol liegt in den geprüften Einstellungen über Opus 5.5 mit Ausweichverfahren und verursacht weniger als die Hälfte der Kosten je Aufgabe. Das Ergebnis nähert sich zudem der Spitzenleistung von GPT-6 Astra bei ungefähr einem Fünftel der Kosten.

Mehrstufige berufliche Arbeitsabläufe

Der AutomationBench 1.0.6 untersucht vollständige mehrstufige Arbeitsabläufe mit 47 Werkzeugen aus Vertrieb, Marketing, Betrieb, Kundendienst, Finanzen und Personalwesen. Bei mittlerem Schlussfolgerungsaufwand liegt GPT-6.1 Sol 2,2 Prozentpunkte vor Opus 5.5 und kostet ungefähr ein Drittel. Gegenüber GPT-6 Sol steigt das Ergebnis in derselben Einstellung um 4,8 Prozentpunkte.

Bei Aufgaben zur Computernutzung erzielt GPT-6.1 Sol ebenfalls höhere Werte. Im Offline-Datensatz von OSWorld 2.0 übertrifft es GPT-6 Sol bei maximalem Schlussfolgerungsaufwand um sieben Prozentpunkte und kostet weniger als halb so viel. Zum Ergebnis von GPT-6 Astra fehlen 2,1 Prozentpunkte, während die Kosten je Aufgabe ungefähr ein Siebtel betragen. OpenAI nennt dafür den Offline-Datensatz der Version v2026.08.08 als Grundlage.

Deutlich günstiger bei wissenschaftlichen Aufgaben

Terminal-Bench Science 0.1 bewertet wissenschaftliche Arbeitsabläufe wie Datenanalyse, Simulation und das Beweisen mathematischer Sätze. Bei maximalem Schlussfolgerungsaufwand erreicht GPT-6.1 Sol mehr als das Doppelte des Ergebnisses von GPT-6 Sol und verursacht weniger als die Hälfte der Kosten je Aufgabe.

Eine Aufgabe kostet mit GPT-6.1 Sol bei maximalem Aufwand durchschnittlich 5,47 US-Dollar. Bei Opus 5.5 sind es 23,21 US-Dollar und bei GPT-6 Astra 23,80 US-Dollar. Damit liegen die Kosten von GPT-6.1 Sol mehr als 75 Prozent unter denen der beiden anderen Modelle. GPT-6 Astra erzielt mit 68,1 Prozent dennoch den höchsten Wert unter den geprüften Modellen und bleibt laut der Modellvorstellung für die schwierigsten wissenschaftlichen Forschungsaufgaben vorgesehen.

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