Gefälschte Claude-Installationsseite: Angreifer schleusen Google-Werbung durch Bing
Push Security hat einen Angriff auf Nutzer entdeckt, die Claude, den KI-Assistenten von Anthropic, für den Mac herunterladen wollten. Die Täter verbanden Suchmaschinenwerbung mit vertrauenswürdigen Weiterleitungen und einer gefälschten Installationsseite. Mehrere Prüfungen schirmten den Angriff gegen unerwünschte Besucher ab.
Luke Jennings beschrieb das Verfahren am 9. Oktober 2026 im Forschungsblog von Push Security. Eine Google-Anzeige zur Suchanfrage claude mac zeigte bing.com als Internetadresse. Der Klick führte über Bings Suchergebnis-Weiterleitung und die kompromittierte Internetseite eines südamerikanischen Homöopathiehändlers zur gefälschten Herunterladeseite. Insgesamt umfasste die Kette vier Anfragen. Googles Anzeigenprüfung hatte dabei eine andere Suchmaschine als Ziel akzeptiert.
Zwei Prüfungen verbergen die Angriffsseite
Bing erfasst mit seiner Weiterleitung Klicks auf Suchergebnisse und schickt Besucher anschließend zum eigentlichen Ziel. Hier hatten die Täter einen legitimen Suchtreffer für die bereits kompromittierte Händlerseite verwendet. Diese prüfte den Herkunftsverweis des Browsers, der die zuvor besuchte Seite angibt, sowie bestimmte Browserangaben. Nur passende Besucher gelangten weiter. Die gefälschte Claude-Seite prüfte zusätzlich, ob der Herkunftsverweis Google oder Bing enthielt. Direkte Aufrufe führten stattdessen auf eine Fehlerseite.
Kopierknopf tauscht Installationsbefehl aus
Die nachgeahmte Claude-Seite bot eine Programmdatei für macOS zum Herunterladen und einen einzeiligen Installationsbefehl für das Terminal, die textbasierte Befehlsoberfläche. Sichtbar war der echte Befehl von Anthropic. Der Kopierknopf legte jedoch einen anderen Befehl in die Zwischenablage. Dieser zeigte zunächst ebenfalls die legitime Claude-Adresse an. Danach entschlüsselte er eine verborgene Adresse und führte ein von dort geladenes Skript, eine Folge von Programmbefehlen, aus. Push Security ordnet das Muster der bekannten Masche InstallFix zu, bei der Opfer gefälschte Installationsbefehle selbst ausführen.
Push Security entdeckte den Angriff in einer Kundenumgebung. Das Unternehmen ordnete mehrere verbundene Internetadressen demselben kriminellen Werkzeugkasten zu, intern AcSig genannt. Gemeinsam waren ihnen ein identischer macOS-Befehl, gleich aufgebaute Adressen für das Herunterladen und derselbe Code für das Installationsfenster. Nach Angaben des Anbieters erreichen vier von fünf erkannten ClickFix-Angriffen, bei denen Nutzer dazu verleitet werden, selbst schädliche Befehle auszuführen, ihre Opfer über Suchmaschinen.
Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.