Euro-Unternehmen finanzieren KI zu 72 Prozent aus eigenen Mitteln

Euro-Unternehmen finanzieren KI zu 72 Prozent aus eigenen Mitteln
Illustrationen erstellt mit KI-Bildgenerierung

Unternehmen im Euroraum finanzieren Investitionen in künstliche Intelligenz überwiegend aus eigenen Mitteln. Daten der Europäischen Zentralbank zeigen zugleich Hürden beim Zugang zu externem Kapital für immaterielle Vorhaben.

Am 2. Oktober 2026 berichtete Reuters über die EZB-Daten. Demnach wollen 72 Prozent der Unternehmen Zahlungsströme oder einbehaltene Gewinne einsetzen. Die europäische KI-Expansion fällt damit bescheidener aus als jene der großen US-Technologiekonzerne. Diese investieren Hunderte Milliarden Dollar und nehmen dafür weltweit Fremdkapital auf.

Bankkredite bleiben zweitrangig

Rund 16 Prozent der befragten Unternehmen planen Bankkredite. Eigenkapital und Wagniskapital, also Investitionen von Risikokapitalgebern, nannten 6 Prozent. Lediglich 1 Prozent erwägt Schuldverschreibungen. Mehr als 80 Prozent wollen nur ein einziges Finanzierungsinstrument nutzen. Dabei handelt es sich überwiegend um interne Mittel.

Sachwerte erleichtern Finanzierung

Die EZB-Autoren sehen im geringen Anteil externer Finanzierung mögliche Hürden des Finanzsystems im Euroraum. Besonders immaterielle Investitionen erschweren demnach den Kapitalzugang. Bei Hardware oder Dateninfrastruktur greifen Unternehmen häufiger auf externe Mittel zurück. Solche Sachwerte lassen sich als Kreditsicherheit verwenden.

US-Konzerne drängen Kreditnehmer zurück

Die hohe Kreditaufnahme großer US-Technologiekonzerne verdrängt laut Reuters andere Schuldner aus Teilen der Anleihemärkte. Davon sind sogar Staaten betroffen.

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