Ecosia ersetzt Mistral durch offene KI-Modelle aus China
Die Berliner Suchmaschine Ecosia trennt sich vom französischen KI-Anbieter Mistral und setzt auf offene Modelle, darunter chinesische Systeme. Geschäftsführer Christian Kroll begründet den Wechsel mit technischen Problemen und Qualitätsmängeln beim bisherigen Partner.
Kroll erläuterte die Entscheidung gegenüber Politico, das am 6. Oktober 2026 darüber berichtete. Erst im Mai hatte Ecosia den US-amerikanischen KI-Anbieter OpenAI durch Mistral ersetzt. Danach traten laut Kroll wiederholt überlastete Server auf. Aus seiner Sicht war Ecosia als Kunde für den Anbieter zu groß. Die Modelle lägen nach seiner Einschätzung inzwischen ein Jahr hinter der Konkurrenz.
Melious liefert Zugang zu offenen Modellen
Ecosia arbeitet nun mit Melious zusammen, einer KI-Plattform, die quelloffene Modelle und Modelle mit zugänglichen Modellgewichten bereitstellt. Diese Gewichte sind die beim Modelltraining erlernten Parameter. Zum Angebot gehören die chinesischen KI-Sprachmodelle Qwen, GLM und Kimi. Laut Kroll halbierte Ecosia seine Kosten ungefähr, während Qualität und Leistung stiegen. Er sieht darin einen Weg, leistungsfähige KI ohne milliardenschwere eigene Modellentwicklung einzusetzen.
Politische Verzerrungen bleiben ein Streitpunkt
Kroll hält politische Verzerrungen chinesischer Modelle für technisch beherrschbar. Rasmus Rothe, Geschäftsführer des deutschen KI-Verbands, unterscheidet dagegen zwischen offensichtlicher Zensur und subtilen Verzerrungen. Antwortverweigerungen oder ausweichende Antworten ließen sich durch gezieltes Nachtrainieren weitgehend beseitigen. Tieferliegende Vorannahmen seien schwieriger zu korrigieren, weil sie in Trainingsdaten verankert seien. Eine von Politico angeführte Untersuchung der Organisation NewsGuard stellte bei fünf führenden chinesisch unterstützten Modellen wiederholte Fehler beim Korrigieren prochinesischer Falschbehauptungen fest.
Mistral-Mitgründer und Forschungschef Guillaume Lample bot Ecosia unterdessen frühzeitigen Zugang zu einem neuen Modell an. Er verwies außerdem auf gemeinsame Anpassungen großer und kleiner Modelle sowie die Bereitstellung ihrer Gewichte. Am Dienstag veröffentlichte Mistral das neue Sprachmodell Large 4.
Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.