Berliner Polizei testet KI-Videoüberwachung am Kottbusser Tor
Die Berliner Polizei testet KI-gestützte Videoüberwachung zur Erkennung auffälliger Verhaltensmuster im öffentlichen Raum. Einsatzkräfte entscheiden über die Hinweise des Systems. Datenschützer kritisieren die Überwachungsinfrastruktur und befürchten einen Einschüchterungseffekt auch ohne biometrische Gesichtserkennung, also die Identifizierung von Menschen anhand ihrer Gesichtsmerkmale.
Am Kottbusser Tor läuft seit August ein Pilotprojekt mit 30 Kameras. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 4. Oktober 2026. Die Software stammt von Staige, einer Tochtergesellschaft des Dortmunder IT-Dienstleisters Adesso. Innensenatorin Iris Spranger verbindet damit das Ziel, Gefahrensituationen früher zu erkennen und Einsatzlagen schneller zu erfassen. Der überwachte Platz gilt seit Jahren als Kriminalitätsschwerpunkt.
Gefahrenwert löst Hinweis aus
Staige-Geschäftsführer Jan Taube beschreibt ein System, das den Kontext der Kamerabilder auswertet. Ein weiteres KI-Modell erfasst die räumlichen Beziehungen zwischen den Kameras und erstellt einen virtuellen Zwilling des überwachten Areals, also ein digitales Modell des Platzes. Daraus berechnet die Software einen Gefahrenwert. Überschreitet dieser einen Schwellenwert, erhält die Leitstelle der Polizei einen Hinweis. Ansonsten bleiben deren Bildschirme laut Taube aus Gründen der Datensparsamkeit schwarz: Es sollen nur so viele Daten wie nötig verarbeitet werden.
Das Programm wurde mit künstlich erzeugten und echten Überwachungsvideos trainiert. Nach Taubes Angaben ist es bewusst technisch nicht zur Gesichtserkennung fähig. Kilian Vieth-Ditlmann von der Nichtregierungsorganisation Algorithm Watch, die hier vor den Folgen der KI-gestützten Überwachung warnt, betrachtet das Vorhaben dennoch als Übergang zu schärferen Überwachungsmaßnahmen. Er befürchtet, dass Kameras Menschen von gewerkschaftlichen Kundgebungen oder dem Besuch einer Suchtberatung abschrecken.
Mannheim analysiert Bewegungen als Strichfiguren
Ein vergleichbares Projekt läuft in Mannheim seit 2017 mit 70 Kameras unter technischer Leitung des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB). Dort erkennt ein KI-System zunächst Menschen in den Aufnahmen. Ein weiteres wandelt die Bildausschnitte in Strichfiguren um und prüft deren Bewegungen auf mögliche körperliche Angriffe. Auch Hamburg setzt inzwischen diese Fraunhofer-Technik ein.
Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.