Apple fordert Microsoft und Nvidia mit neuen Macs für lokale KI heraus
Apple liefert neue Mac Minis und Mac Studios für anspruchsvolle KI-Aufgaben aus. Unternehmen sollen Modelle lokal ausführen und damit laufende Kosten für Rechenzentren sowie nutzungsabhängig berechnete KI-Einheiten vermeiden können.
Die Auslieferung der neuen Rechner beginnt am Dienstag, berichtet Reuters. Besonders leistungsfähige Mac Studios können fast 20.000 US-Dollar kosten. Apple richtet sie an Unternehmen, die Aufgaben wie Programmierung oder komplexe Geschäftsprozesse lokal bearbeiten wollen. Dadurch fallen keine Gebühren für Token an, die grundlegenden Recheneinheiten von KI-Diensten. Solche Gebühren erheben etwa OpenAI und Anthropic für die Nutzung ihrer Recheninfrastruktur.
Vier Mac Studios betreiben großes KI-Modell
Bei seiner Veranstaltung im September 2026 verband Apple vier Mac Studios miteinander. Der Rechnerverbund führte ein KI-Modell mit einer Billion Parametern aus. Die Anzahl der Parameter dient als Maß für die Komplexität eines Modells. Das System fand und behob dabei einen Programmierfehler im Grafik-Code. Nach dem Reuters-Bericht bezog der gesamte Verbund seinen Strom aus einer einzigen Wandsteckdose.
Eine Grundlage dafür ist Apples einheitliche Speicherarchitektur. Seit der Einführung von Apple Silicon im Jahr 2020 liegen Recheneinheiten und Speicher eng beieinander, statt wie zuvor in vielen Rechnern getrennt zu sein. Die ursprünglich auf längere Akkulaufzeiten ausgerichtete Bauweise erwies sich zugleich als vorteilhaft für KI-Berechnungen.
Apple ergänzte in den vergangenen zwei Jahren außerdem RDMA über Thunderbolt. RDMA steht für direkten Speicherzugriff über das Netzwerk und bezeichnet eine Technik, mit der mehrere Rechner direkt auf verbundene Speicherbereiche zugreifen können. Apples Hardwarechef Johny Srouji verwies darauf, dass nach dem Kauf der Geräte keine zusätzlichen Kosten pro verarbeitetem Token entstehen.
Windows dominiert Unternehmensrechner
Apple steht vor einem deutlichen Marktgefälle. Nach Angaben des IDC-Analysten Linn Huang erreicht das Unternehmen bei Arbeitsplatzrechnern in Unternehmen einen Anteil von rund 4,6 Prozent. Windows kommt dagegen auf 91,3 Prozent.
Microsoft verfolgt ebenfalls das Ziel, mehr KI-Berechnungen direkt auf Geräten auszuführen. Das Unternehmen arbeitet eigenen Angaben zufolge mit Chipherstellern daran, solche Aufgaben mithilfe von Windows ML zu vereinheitlichen. Auch Techniken wie RDMA seien ein aktives Investitionsfeld. Die Unterstützung von Geräten zahlreicher Hersteller kann es für Windows-Entwickler allerdings aufwendiger machen, die Leistung einzelner Chips vollständig auszuschöpfen.
Konkurrenz durch Nvidia und PC-Hersteller
Nvidia und Hersteller von Windows-Rechnern bringen ebenfalls neue Arbeitsplatzrechner für lokale KI-Anwendungen auf den Markt. Diese Geräte dürften bei einer Microsoft-Veranstaltung im Oktober 2026 in San Francisco im Mittelpunkt stehen. Nvidia-Chef Jensen Huang stellte bei der Einführung eines neuen PC-Chips im Sommer vor allem die Erweiterung der Fähigkeiten von Windows-Rechnern in den Vordergrund. Eine weitere Stellungnahme gegenüber Reuters lehnte Nvidia ab.
Apple will Unternehmen zudem ermöglichen, lokal entwickelte KI-Modelle auf unterschiedliche Geräteklassen zu übertragen. Nach Sroujis Darstellung reichen diese von günstigen iPhones und iPads bis zu den leistungsfähigsten Mac Studios, da die jeweiligen Chips gemeinsame Grundprinzipien und Entwürfe verwenden. Nvidia bleibt unterdessen vor allem bei Rechenzentren stark.
Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.