Anthropic erweitert Cyber-Programm: Mehr Sicherheitsteams erhalten Zugang zu leistungsfähigen Claude-Modellen

Anthropic erweitert Cyber-Programm: Mehr Sicherheitsteams erhalten Zugang zu leistungsfähigen Claude-Modellen
Illustrationen erstellt mit KI-Bildgenerierung

Anthropic erweitert sein Prüfprogramm für Sicherheitsfachkräfte. Qualifizierte Teilnehmer erhalten Zugang zu leistungsfähigen Claude-Modellen mit weniger Sperren bei Arbeiten zur Cybersicherheit. Drei Zugangsstufen legen fest, welche Aufgaben erlaubt sind und welche Prüfungen und Schutzmaßnahmen dafür erforderlich sind.

Das Unternehmen stellte das erweiterte Cyber Verification Program am 6. Oktober 2026 vor. Es führt das bisherige Prüfprogramm mit Project Glasswing zusammen. Project Glasswing hatte ausgewählten Organisationen, die besonders wichtige Software absichern, Zugang zur KI-Modellfamilie Claude Mythos gegeben. Alle drei neuen Zugangsstufen umfassen die KI-Modelle Claude Opus 5.5, Claude Sonnet 5.5 und Claude Mythos 5.1 sowie künftig erscheinende Modelle.

Hinter der Abstufung steht die doppelte Verwendungsmöglichkeit der Modelle: Fähigkeiten zum Aufspüren und Beheben von Sicherheitslücken können auch für Angriffe eingesetzt werden. Anthropic zufolge blockieren die allgemein verfügbaren Modelle deshalb die meisten Arbeiten im Bereich Cybersicherheit. Das erweiterte Programm soll geprüften Sicherheitsfachkräften weitergehende Möglichkeiten eröffnen.

Drei Zugangsstufen für unterschiedliche Aufgaben

Defense Access ist die Stufe für defensive Arbeiten. Dazu zählen die Bearbeitung von Sicherheitsvorfällen, die Untersuchung von Schadsoftware sowie die Analyse und Überprüfung von Schwachstellen. Infrage kommen unter anderem Sicherheitsteams aus Unternehmen, Hochschulen, gemeinnützigen Organisationen und Behörden, die eigene oder von ihnen betreute Systeme schützen. Auch Betreiber kritischer Infrastruktur, kleinere Sicherheitsfirmen, Betreuer quelloffener Software und einzelne Forscher mit nachgewiesenen Schwachstellenmeldungen können sich qualifizieren. Anthropic strebt Antworten auf Anträge innerhalb weniger Tage an.

Red Team Access ergänzt diese Möglichkeiten um autorisierte Angriffstests. Ein Red Team greift Systeme gezielt an, um Schwachstellen zu finden. Zu den möglichen Teilnehmern gehören interne und staatliche Angriffstestteams sowie Sicherheitsfirmen und Anbieter von Penetrationstests, also genehmigten Testangriffen auf IT-Systeme. Sie dürfen ausschließlich Systeme prüfen, für deren Tests sie eine Berechtigung besitzen. Dazu können auch IT-Systeme kritischer Branchen gehören.

In dieser Stufe bleiben unmittelbare Sperren während der Nutzung bestehen, wenn Handlungen körperliche Schäden oder großflächige Störungen verursachen könnten. Dazu zählt Anthropic etwa den Einsatz von Erpressungssoftware, die Beschädigung physischer Systeme und Angriffstests gegen Sicherheitssysteme mit hohem Risiko. Die Antragsprüfung soll einige Wochen dauern. Qualifizierte Organisationen erhalten währenddessen Defense Access. Einzelne Forscher sind für Red Team Access derzeit nicht zugelassen.

Specialized Access bietet die wenigsten Sperren für Cyberaufgaben. Diese Stufe bleibt einer begrenzten Zahl überprüfter Organisationen vorbehalten, die besonders folgenreiche Sicherheitssysteme testen dürfen. Als Beispiele nennt Anthropic Flugsteuerungssysteme, Stromnetze, Telekommunikationsnetze und die Infrastruktur für Überweisungen zwischen Banken. Das Unternehmen prüft derzeit jede Organisation eingehend gemeinsam mit der US-Regierung. Bestehende Teilnehmer von Project Glasswing wechseln in diese Stufe und benötigen für aktuelle Modelle keine erneute Zulassung.

Datenspeicherung zur Kontrolle von Cyber-Missbrauch

Für teilnehmende Organisationen ist die Speicherung von Daten grundsätzlich vorgeschrieben, damit Anthropic einen Missbrauch der Cyberfähigkeiten überwachen kann. Eine Ausnahme gilt bis zur Einführung der neuen Schutzlösung für Organisationen, die ein weiteres Claude-Modell, Claude Fable 5.1, oder Claude Mythos 5.1 bereits ohne Datenspeicherung nutzen dürfen: Sie können auch das Prüfprogramm ohne Datenspeicherung verwenden.

Später im Herbst soll Enterprise Frontier Safeguards verfügbar werden, eine neue Lösung, die Datenschutz ohne anbieterseitige Datenaufbewahrung mit Schutzmaßnahmen verbindet. Berechtigte Organisationen sollen ihre Daten dann in einer Cloud-Infrastruktur speichern können, die sie selbst kontrollieren.

Anträge und verfügbare Plattformen

Anthropic prüft sämtliche Antragsteller und verlangt Nachweise über die vorgeschriebenen Sicherheitskontrollen der jeweiligen Stufe. Bestehende Mitglieder behalten ihre Einstellungen für frühere Modelle und werden automatisch für den Zugang zu Claude Opus 5.5, Claude Sonnet 5.5 und Claude Mythos 5.1 geprüft. Administratoren müssen den Zugang anschließend bestimmten Arbeitsbereichen zuweisen. Vollständige Einzelheiten zu den einzelnen Stufen bietet Anthropic in seinem Hilfezentrum.

Verfügbar ist das Programm auf Claude Platform, Anthropics eigener Plattform für den Zugriff auf Claude-Modelle, sowie auf den Cloud-Plattformen für KI-Dienste Vertex AI von Google Cloud, Microsoft Foundry und Amazon Bedrock. Auf Amazon Bedrock ist der Zugang auf Kunden beschränkt, die für Enterprise Frontier Safeguards zugelassen sind.

Dieser Artikel wurde KI-generiert erstellt. Die Themenauswahl trifft die Redaktion, die redaktionelle Verantwortung liegt bei KI-Prüfstand.